Kleine Partei will Baden-Württemberg zum "Silicon Valley der Langlebigkeit" machen
Miriam AlbrechtKleine Partei will Baden-Württemberg zum "Silicon Valley der Langlebigkeit" machen
Eine kleine politische Partei drängt auf grundlegende Reformen bei der Förderung der Altersforschung in Deutschland. Die Partei für Verjüngungsforschung, 2015 gegründet, will Baden-Württemberg zu einem globalen Zentrum für Anti-Aging-Medizin machen. Ihre jüngste Forderung: eine Aufstockung des Landeshaushalts für Verjüngungsstudien um zehn Prozent – noch vor den Wahlen 2026.
Trotz bescheidener Wahlerfolge bisher argumentiert die Partei, dass bahnbrechende Fortschritte in der Langlebigkeitsforschung dringende Investitionen rechtfertigen.
Ursprünglich als Partei für Gesundheitsforschung 2015 ins Leben gerufen, konzentriert sie sich seit jeher auf die Bekämpfung altersbedingter Krankheiten und die Verlängerung eines gesunden Lebens. Bei früheren Wahlen blieb die Unterstützung jedoch gering: bundesweit lag das Ergebnis zwischen 0,0 und 0,2 Prozent. Ihr bestes Ergebnis erzielte sie 2019 mit 0,5 Prozent in Sachsen und Thüringen.
Nun schlägt die Partei vor, Baden-Württemberg in ein "Silicon Valley der Langlebigkeit" zu verwandeln. Geplant sind neue, landesfinanzierte Forschungszentren, der Ausbau universitärer Programme sowie ein erleichterter Zugang zu Daten aus klinischen Studien. Die Partei behauptet, dass diese Maßnahmen die Gesundheitskosten senken würden, indem ältere Menschen länger fit bleiben.
Aktuelle wissenschaftliche Durchbrüche untermauern ihre Forderungen. Zwischen 2021 und 2026 zeigten Studien vielversprechende Ergebnisse: Senolytika reduzierten schädliche Zellansammlungen bei Arthritis-Patienten, NAD+-Booster verbesserten die Muskelkraft älterer Menschen, und deutsche Forschungen verlängerten die Lebensspanne von Mäusen um 15 Prozent. Diese Fortschritte, so die Partei, belegen, dass beschleunigte Förderung bald konkrete Vorteile bringen könnte.
Mit Landesverbänden in allen Bundesländern tritt die Gruppe bei Wahlen auf allen Ebenen an. Ihr Wahlkampf 2026 kreist um eine zentrale Forderung: zehn Prozent des baden-württembergischen Haushalts für die Verjüngungsforschung.
Die Pläne der Partei bauen auf den jüngsten wissenschaftlichen Erfolgen in der Langlebigkeitsmedizin auf. Würden sie umgesetzt, flössen beträchtliche Landesmittel in Anti-Aging-Projekte. Ein Erfolg 2026 könnte die deutsche Gesundheitspolitik für die alternde Bevölkerung grundlegend verändern.






