19 February 2026, 00:50

KIT revolutioniert Turbinentechnik: Leichter, effizienter und wasserstofftauglich

Ein altes Buch mit einer detaillierten Illustration einer Dampfmaschine, beschriftet mit "Maschinen für Dampfschiffe, auch für Hilfsmaschinen, Elektrobeleuchtung & C."

KIT revolutioniert Turbinentechnik: Leichter, effizienter und wasserstofftauglich

Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben eine bahnbrechende Turbine entwickelt, die ohne mechanischen Verdichter auskommt. Diese Innovation nutzt die sogenannte Druckgewinnverbrennung und macht Motoren damit leichter und deutlich effizienter. Die Technologie könnte die Luftfahrtantriebe und die Energieerzeugung revolutionieren.

Herkömmliche Gasturbinen sind auf schwere Verdichter angewiesen, die vor der Verbrennung Luft komprimieren. Dabei geht bis zur Hälfte der Leistung allein für das Verdichten der Luft verloren. Das neue Design des KIT ersetzt diesen Prozess durch Stoßwellen, die den Druck im Luftstrom auf natürliche Weise erhöhen.

Die Turbine lässt sich mit grünem Wasserstoff betreiben und erreicht eine hohe Effizienz – ideal für flexible Kraftwerke. Auch in der Luftfahrt, wo Wasserstoff oder E-Fuels leichte und effiziente Triebwerke erfordern, kommt die Technologie infrage. Das KIT hat sogar den Ausdauerrekord der NASA für Rotationsdetonations-Triebwerke (RDE) gebrochen, ein Meilenstein in der Luft- und Raumfahrttechnik.

Die NASA selbst hat RDEs bereits für Weltraummissionen erforscht, doch das KIT hat nun einen entscheidenden Schritt in Richtung stabiler Stromerzeugung durch Detonationen gemacht. Auf der Hannover Messe vom 20. bis 24. April 2026 wird das Institut die rekordverdächtige Turbine präsentieren.

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Die verdichterlose Turbine bietet höhere Effizienz, geringeres Gewicht und ist mit Wasserstoff kompatibel. Ihr Erfolg in der stabilen Stromerzeugung und in Luftfahrtanwendungen könnte die Energie- und Transportbranche grundlegend verändern. Die Vorstellung auf der Hannover Messe wird ihr Potenzial für zukünftige Technologien unterstreichen.