26 March 2026, 20:11

Junger Buckelwal kämpft um sein Leben in der Lübecker Bucht

Zwei Delfine springen aus dem Wasser neben einem gelben Boot, das einen Mann und ein Kind trägt, mit einer Felswand und einem blauen Objekt im Hintergrund.

Junger Buckelwal kämpft um sein Leben in der Lübecker Bucht

Junger Buckelwal seit Tagen auf Sandbank in der Lübecker Bucht gestrandet

An der deutschen Ostseeküste, in der Lübecker Bucht, kämpft ein junger Buckelwal seit Tagen um sein Überleben, nachdem er auf einer Sandbank gestrandet ist. Rettungskräfte arbeiten unter Hochdruck, um das Tier zu befreien – mit Baggern graben sie einen 50 Meter langen Kanal zurück ins tiefere Wasser. Es ist der erste Walstrandung in der Region seit fünf Jahren.

Das männliche Tier, etwa zehn Meter lang, geriet in der Nacht vom 22. auf den 23. März 2026 bei Niendorf und Timmendorfer Strand lebend in die missliche Lage. Seit 2021 wurde in diesem Gebiet kein Buckelwal mehr gesichtet – ein seltenes Ereignis für die deutsche Ostseeküste.

Tierische Helden in Notlagen: Von Delfinen bis zu Gorillas Rettungsaktionen für gestrandete Meerestiere haben in der Vergangenheit bereits außergewöhnliche Fälle hervorgebracht. 2004 bildeten in Neuseeland Delfine einen schützenden Kreis um Schwimmer und hielten so einen Weißen Hai auf Abstand, bis Hilfe eintraf. Im selben Jahr rettete während des Tsunamis in Südasien der junge Elefant Ning Nong in Thailand ein achtjähriges Mädchen, indem er es auf seinem Rücken in Sicherheit brachte – offenbar hatte er die herannahende Katastrophe gespürt.

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Doch nicht nur Meerestiere zeigen beschützende Instinkte: 1996 trug die Gorilladame Binti Jua im Brookfield Zoo von Chicago einen dreijährigen Jungen, der in ihr Gehege gestürzt war, behutsam zu den Tierpflegern. Erst als das Kind in Sicherheit war, kehrte sie zu ihrer Gruppe zurück.

Rettungseinsatz läuft auf Hochtouren Die Bemühungen, den gestrandeten Buckelwal zu befreien, gehen weiter: Mit schwerem Gerät versuchen die Teams, einen Weg ins offene Meer zu schaffen. Gelingt die Aktion, könnte der Wal in die Ostsee zurückkehren – wo Sichtungen seiner Art nach wie vor selten sind. Der Vorfall zeigt nicht nur die Herausforderungen bei Strandungen von Meerestieren, sondern auch die außergewöhnliche Verbindung zwischen Mensch und Tier in Krisensituationen.

Quelle