Junge Union fordert radikale Steuerreform mit 20-Milliarden-Entlastung vor Koalitionstreffen
Lotta BrandtJunge Union fordert radikale Steuerreform mit 20-Milliarden-Entlastung vor Koalitionstreffen
Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, fordert eine umfassende Steuerreform. Er besteht darauf, dass Änderungen Entlastungen von über 20 Milliarden Euro bringen und für alle Branchen gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen müssen. Seine Äußerungen fallen kurz vor einem entscheidenden Koalitionstreffen zu diesem Thema.
Winkel ruft die Parteispitzen dazu auf, hoch zu zielen, statt sich mit einem schnellen, halbherzigen Kompromiss zufriedenzugeben. Er bevorzugt eine mutige Reform nach der Sommerpause anstelle einer überstürzten Teillösung. Seine Haltung steht im Kontrast zur zurückhaltenderen Position des Wirtschaftsflügels seiner Partei.
Er unterstützt einen Vorschlag von Yannick Bury und Florian Dorn, Steuern zu senken und staatliche Subventionen schrittweise abzubauen. Winkel spricht sich zudem für eine einheitliche Kürzung der Subventionen in allen Sektoren aus. Die jüngste Rentenkommission sieht er als Vorbild dafür, wie eine Einkommensteuerreform funktionieren sollte.
Falls eine grundlegende Neugestaltung unmöglich erscheint, schlägt er vor, das Vorhaben ganz zu begraben. Winkel zeigt sich offen für verschiedene Ansätze, betont aber, dass Ehrgeiz den Prozess leiten müsse.
Der Chef der Jungen Union hat klare Bedingungen für die Steuerreform gesetzt: Er will spürbare finanzielle Entlastung und Gerechtigkeit zwischen den Branchen. Seine Position wird die Debatten in den anstehenden Koalitionsgesprächen prägen.
