Jugenddialog im Landkreis Emmendingen: Wie junge Menschen Politik und Verkehr mitgestalten
Lotta BrandtJugenddialog im Landkreis Emmendingen: Wie junge Menschen Politik und Verkehr mitgestalten
Rund 30 Schülerinnen und Schüler haben sich kürzlich im Landratsamt Emmendingen versammelt, um sich mit Themen auseinanderzusetzen, die ihre Zukunft prägen. Die Veranstaltung war Teil eines Pilotprojekts mit dem Titel "Jugenddialoge auf Kreisebene" und zielte darauf ab, die Beteiligung junger Menschen an lokalen Entscheidungen und der Politik zu stärken. Die Diskussionen reichten von Verbesserungen im Verkehrssektor bis hin zur Ausweitung des Wahlrechts für jüngere Einwohnerinnen und Einwohner.
Den Auftakt bildete der Austausch über die Mobilität in der Region Emmendingen. Die Jugendlichen erörterten Möglichkeiten, Bus- und Bahnverbindungen attraktiver zu gestalten, sichere Schulwege zu schaffen und Radwege besser zu vernetzen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen den Alltag junger Menschen nachhaltiger und komfortabler machen.
In Workshops ging es zudem um politische Teilhabe – insbesondere darum, wie man Jugendliche über wichtige Themen informiert und sie zur Wahl motiviert. Im Mittelpunkt stand dabei die Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg, bei der erstmals 16-Jährige ihre Stimme abgeben dürfen. Diese Reform, die 2022 beschlossen wurde, folgt ähnlichen Schritten in Bundesländern wie Bremen, Brandenburg und Berlin. Die meisten anderen Regionen Deutschlands haben das Wahlalter jedoch noch nicht gesenkt.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten Einblicke in bestehende Formate, die lokales Engagement fördern – etwa Schülervertretungen oder Jugendgemeinderäte. Der Landkreis will die Gespräche fortsetzen und sicherstellen, dass die Perspektiven junger Menschen künftige Planungen mitgestalten. Das Projekt wird aus Landesmitteln finanziert und unterstreicht damit das Bekenntnis zur Jugendbeteiligung.
Die Veranstaltung zeigte konkrete Ansätze auf, um die Verkehrsbedürfnisse und das politische Bewusstsein von Jugendlichen zu stärken. Angesichts der anstehenden Wahl 2026 werden die Bemühungen, 16- und 17-Jährige als Wählerinnen und Wähler zu gewinnen, weiter vorangetrieben. Der Landkreis plant, die Ergebnisse der Diskussionen aufzugreifen und das Feedback der Schülerinnen und Schüler in langfristige Entscheidungen einfließen zu lassen.






