Joachim Gauck plädiert für erste Bundespräsidentin Deutschlands
Ehemaliger Bundespräsident Joachim Gauck hat sich für die Wahl einer Frau als nächste Bundespräsidentin ausgesprochen. Er bezeichnete diesen Schritt als logische Konsequenz angesichts des wachsenden Einflusses von Frauen im öffentlichen Leben.
Gauck argumentierte, eine Präsidentin wäre ein passendes Signal. Aus praktischen Gründen sei dies „absolut angemessen“, betonte er und unterstrich die Bedeutung einer verbindenden Persönlichkeit.
Gleichzeitig warnte er davor, die Debatte allein auf das Geschlecht zu reduzieren. Stattdessen hob Gauck die Notwendigkeit einer überzeugenden Kandidatin oder eines überzeugenden Kandidaten hervor, die oder der das Land zusammenführen könne.
Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der Deutschland einen Nachfolger für Frank-Walter Steinmeier sucht. Gaucks Unterstützung unterstreicht den wachsenden Zuspruch für eine Bundespräsidentin. Im Mittelpunkt der Diskussion steht nun die Frage, wer sowohl den symbolischen als auch den praktischen Erwartungen gerecht werden kann.
