Joachim Gauck plädiert für erste Bundespräsidentin als logischen Schritt
Paul MüllerJoachim Gauck plädiert für erste Bundespräsidentin als logischen Schritt
Ehemaliger Bundespräsident Joachim Gauck hat sich für die Wahl einer Frau als nächste Bundespräsidentin ausgesprochen. Er bezeichnete diesen Schritt als logische Konsequenz angesichts des wachsenden Einflusses von Frauen im öffentlichen Leben.
Gauck argumentierte, eine Präsidentin würde ein passendes Signal setzen. Aus praktischen Gründen sei dies „absolut angemessen“, betonte er und unterstrich die Bedeutung einer integrierenden Persönlichkeit.
Gleichzeitig warnte er davor, die Debatte allein auf das Geschlecht zu reduzieren. Stattdessen hob Gauck hervor, dass es vor allem auf eine überzeugende Kandidatin oder einen überzeugenden Kandidaten ankomme, die oder der das Land zusammenführen könne.
Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der Deutschland einen Nachfolger für Frank-Walter Steinmeier sucht. Gaucks Unterstützung unterstreicht den wachsenden Zuspruch für eine Bundespräsidentin. Im Mittelpunkt der Diskussion steht nun die Frage, wer die symbolischen wie praktischen Erwartungen an die Führungspersönlichkeit erfüllen kann.
