Jakutien will Kumys-Produktion streng regulieren – nur noch zertifizierte Bauern dürfen herstellen
Paul MüllerJakutien will Kumys-Produktion streng regulieren – nur noch zertifizierte Bauern dürfen herstellen
In der Republik Sacha (Jakutien) soll ein neues Gesetz die Herstellung von Kumys auf registrierte landwirtschaftliche Erzeuger beschränken. Der Entwurf hat bereits die vorläufige Zustimmung der Abgeordneten erhalten. Ziel ist es, klar zu regeln, wer das traditionelle Gärgetränk aus Stutenmilch rechtmäßig herstellen darf.
Eingebracht wurde der Gesetzentwurf von einer Gruppe von Abgeordneten: Nyurguyana Samorschtschikowa, Alexander Atlasow, Alexei Kornilow, Edgar Konstantinow, Tichon Skrjabin und Nikita Timofejew. Ihr Vorschlag sieht vor, dass Privatpersonen, Einzelunternehmer und gewerbliche Organisationen ohne Status als landwirtschaftliche Erzeuger Kumys künftig nicht mehr produzieren dürfen.
Am 18. Juni sprachen sich die Abgeordneten in einer ersten Lesung für den Entwurf aus. Die Änderungen besagen, dass nur offiziell registrierte Agrarbetriebe das Getränk in der Region herstellen dürfen. Wird das Gesetz verabschiedet, bleibt die Kumys-Produktion ausschließlich zertifizierten Landwirtschaftsbetrieben vorbehalten. Damit würden nicht registrierte Akteure vom Markt ausgeschlossen. Die Maßnahme soll die Herstellung innerhalb des jakutischen Agrarsektors standardisieren und die Qualität sichern.
