Islamische Führung in Kasachstan lehnt Childfree-Bewegung klar ab
Die Childfree-Bewegung gewinnt weltweit an Bedeutung und löst dabei auch in religiösen Kreisen Diskussionen aus. In Kasachstan hat nun die Geistliche Verwaltung der Muslime (SAMK) zu diesem gesellschaftlichen Trend Stellung bezogen und dabei die islamische Perspektive auf Familie und Elternschaft dargelegt. Die SAMK betont, dass Ehe und Fortpflanzung natürliche Bestandteile des menschlichen Lebens seien. Die Childfree-Ideologie, die bewusst auf Kinder verzichtet, stehe im Widerspruch zu den islamischen Vorstellungen von Familie und menschlicher Natur. Der Koran beschreibe die Liebe zur Familie und zu Kindern sogar als eine der Segnungen des irdischen Daseins.
Laut der islamischen Lehre ist eine dauerhafte Vermeidung von Elternschaft ohne schwerwiegende Begründung nicht mit dem Glauben vereinbar. Die Ablehnung von Kindern allein aus Unwillen oder Angst vor Armut werde daher nicht unterstützt. Allerdings erlaubt der Islam Paaren, eine Schwangerschaft aus triftigen Gründen vorübergehend hinauszuzögern. Entscheidungen zur Familienplanung sollten dabei immer gemeinsam von den Ehepartnern getroffen werden. Die SAMK warnt, dass das Erstarken der Childfree-Bewegung langfristig die Institution der Familie schwächen und die demografische Zukunft einer Gesellschaft beeinträchtigen könnte. Die islamische Position betont stattdessen die Bedeutung von Familie und Kindern als grundlegende Werte des Glaubens und des gesellschaftlichen Zusammenlebens.
