26 April 2026, 18:31

Investor Steven Wood fordert radikale Reformen bei Swatch-Governance

Ein Mann in Anzug und Krawatte steht an einem Podium mit einem Glas Wasser und zwei Mikrofonen und spricht als CEO von Razem Global, mit dem Firmenbanner im Hintergrund.

Investor Steven Wood fordert radikale Reformen bei Swatch-Governance

Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch steht unter neuem Druck des US-Investors Steven Wood und seiner Firma Greenwood Investors. Die Investorengruppe hat sieben Vorschläge eingereicht, um die Unternehmensführung von Swatch vor der nächsten Hauptversammlung zu reformieren. Zu den Forderungen gehört unter anderem mehr Unabhängigkeit im Aufsichtsrat des Konzerns.

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Der Konflikt folgt auf die Ablehnung von Woods Bewerbung um einen Sitz im Aufsichtsrat im vergangenen Jahr – eine Entscheidung, die Swatch mit nicht näher bezeichneten Gründen rechtfertigte. Greenwood Investors fordert eine grundlegende Umstrukturierung des Gremiums. Ein zentraler Punkt ist, dass die Mehrheit der Mitglieder unabhängig sein soll. Zudem besteht die Forderung, dass die Vorsitzende kein weiteres Amt innerhalb des Unternehmens innehaben darf.

Ein weiterer Vorschlag sieht eine Sonderabstimmung über die Ernennung eines Vertreters für Inhaberaktien vor. Nach dem Plan von Greenwood sollten diese Aktionäre drei eigene Vertreter in den Swatch-Aufsichtsrat entsenden dürfen.

Swatch selbst schlägt mit Andreas Rickenbacher einen eigenen Kandidaten für den Aufsichtsrat vor. Rickenbacher leitet derzeit die Stiftung Switzerland Innovation sowie das Forschungszentrum CSEM und sitzt zudem in den Aufsichtsräten der BKW und der Aebi Schmidt Group. Das Unternehmen betont, dass seine aktuelle Governance den Schweizer Gesetzen entspreche, und weist die Vorwürfe von Greenwood zurück.

Steven Wood, der Chef von Greenwood Investors, unternimmt damit einen zweiten Anlauf, um in den Swatch-Aufsichtsrat einzuziehen. Seine vorherige Kandidatur war auf der Hauptversammlung im vergangenen Jahr gescheitert, wobei Swatch die Gründe dafür nicht im Detail offenlegte. Die Auseinandersetzung bahnt den Weg für eine umstrittene Abstimmung der Aktionäre. Sollten die Vorschläge von Greenwood durchkommen, müsste Swatch seinen Aufsichtsrat umbilden und neue Wahlregeln einführen. Das Ergebnis könnte die Unternehmensführung in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

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