Industrie leidet unter Bahn-Chaos: Milliardenverluste durch Güterverkehrsprobleme
Paul MüllerIndustrie leidet unter Bahn-Chaos: Milliardenverluste durch Güterverkehrsprobleme
Deutsche Industrien stehen wegen anhaltender Güterverkehrsverzögerungen im Netz der Deutschen Bahn vor Milliardenverlusten. Die Störungen zwingen wichtige Wirtschaftszweige, ihre Transportstrategien zu überdenken und die Produktionsplanung anzupassen.
Die chemische Industrie transportiert jährlich fast 25 Millionen Tonnen ihrer Produkte per Bahn. Aktuelle Verspätungen im Schienengüterverkehr haben die Produktion beeinträchtigt und führen zu Forderungen nach besserer Planung und Priorisierung von Güterzügen. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat die Deutsche Bahn zum Handeln aufgefordert.
Auch die Automobilbranche kämpft mit der reduzierten Transportkapazität auf der Schiene. Einige Hersteller verlagern ihre Lieferungen zurück auf den Straßenverkehr, um weitere Verzögerungen zu vermeiden.
Die Stahlindustrie ist in hohem Maße auf die Bahn angewiesen – fast 50 Prozent ihrer Transporte erfolgen per Zug. Große Hersteller wie Salzgitter und ArcelorMittal haben aufgrund der anhaltenden Probleme im Schienenverkehr bereits die Produktion gedrosselt.
Die anhaltenden Schwierigkeiten im Bahnverkehr zwingen die Industrien zum Umdenken: Einige wechseln auf den Straßenverkehr, während Produktionskürzungen und finanzielle Verluste weiter steigen. Die Unternehmen warten dringend auf Verbesserungen im Güterverkehrsangebot der Deutschen Bahn.
