IKEA-Freiburg: Sieben Deutsche wegen organisiertem Diebstahl vor Gericht
Miriam AlbrechtIKEA-Freiburg: Sieben Deutsche wegen organisiertem Diebstahl vor Gericht
Sieben deutsche Staatsbürger müssen sich im kommenden Jahr wegen des Verdachts auf organisierten Diebstahl in einem IKEA-Einrichtungshaus in Freiburg vor Gericht verantworten. Der Gruppe wird vorgeworfen, zwischen Februar 2019 und Januar 2023 wiederholt Waren gestohlen zu haben. Der Prozess soll im April 2026 vor dem Amtsgericht Freiburg beginnen.
Die Angeklagten, zwischen 23 und 50 Jahre alt, sollen über fast vier Jahre hinweg systematisch Waren aus dem Geschäft entwendet haben. Eine ehemalige Kassiererin soll dabei eine zentrale Rolle gespielt haben, indem sie den Kassen-Scan umging und unbezahlt Waren aus dem Gebäude schmuggelte. Ermittlern zufolge missbrauchte die Frau zudem Kundenbons, um bezahlte Artikel aus dem System zu entfernen und sie später betrügerisch zurückzuerstatten.
An dem System sollen auch Freunde, Verwandte und Bekannte der Kassiererin beteiligt gewesen sein. Ein Teil der gestohlenen Waren wurde später weiterverkauft, unter anderem über Online-Marktplätze.
Die Verhandlung beginnt am 20. April 2026 um 9 Uhr in Saal 4. Weitere Termine sind für den 22. und 27. April 2026 angesetzt.
Im Mittelpunkt des Falls steht ein langjähriges System mit mehreren Beteiligten und Methoden, um die Bezahlung zu umgehen. Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten Strafen wegen organisierter Ladendiebstahlsdelikte. Das Gericht wird Beweise prüfen, die die Gruppe mit Diebstählen über einen Zeitraum von fast vier Jahren in Verbindung bringen.






