IHK Halle-Dessau fordert Reformen vor der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt
Paul MüllerIHK Halle-Dessau fordert Reformen vor der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt
IHK Halle-Dessau legt wirtschaftliche Prioritäten vor Landtagswahl 2026 fest
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat vor den Landtagswahlen 2026 ihre wirtschaftlichen Schwerpunkte definiert. Auf der Frühjahrsvollversammlung analysierte die Organisation die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen Sachsen-Anhalts. Die Führungsetage will nun mit klaren politischen Forderungen und regionalen Kampagnen Reformen vorantreiben.
Zu Beginn der Versammlung wurde die schwache Wirtschaftslage des Landes thematisiert. IHK-Präsident Sascha Gläßer bezeichnete sie als in einer "hartnäckigen Stagnation" gefangen. Als Hauptgründe nannte er hohe Energiekosten, steigende Lohnnebenkosten, hohe Steuerlasten und übermäßige Bürokratie.
Die Mitglieder verabschiedeten anschließend die "Politischen Positionspapiere der IHK Halle-Dessau für Sachsen-Anhalt 2026". Das Dokument enthält Forderungen zu Arbeitsmarktpolitik, Bildung, Innovation und Außenhandel. Zudem werden weniger Bürokratie, eine bessere Energiepolitik und der Ausbau der Infrastruktur gefordert.
Gläßer betonte, dass zwar auf Bundesebene die Notwendigkeit von Veränderungen erkannt werde, konkrete Entlastungen jedoch nur zögerlich umgesetzt würden. Dennoch stoße die regionale Kampagne der IHK, die die wirtschaftlichen Stärken Sachsen-Anhalts in den Vordergrund stellt, auf positive Resonanz. Die Kammer plane nun, ihre Fachkompetenz einzubringen, um die Debatte vor der Wahl 2026 mitzugestalten.
Das Positionspapier der IHK soll als Leitfaden für den Dialog mit der Landesregierung dienen. Wirtschaftsvertreter fordern schnellere Reformen, um Kosten zu senken und Bürokratie abzubauen. Ihr Ziel ist es, die wirtschaftliche Stagnation bis zur nächsten Wahl in Wachstum zu verwandeln.






