08 June 2026, 08:07

IG-BCE-Chef fordert radikale Steuerreformen für Superreiche und Gutverdiener

IG BCE fordert Spitzensteuer nur über 100.000 Euro

IG-BCE-Chef fordert radikale Steuerreformen für Superreiche und Gutverdiener

Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE, hat weitreichende Steuerreformen vorgeschlagen, die sich vor allem gegen Vermögende richten. Sein Plan umfasst höhere Erbschaftssteuern, eine neue Vermögensabgabe sowie Anpassungen bei den Einkommensteuersätzen. Die Änderungen sollen Infrastrukturprojekte und die nationale Sicherheit finanzieren.

Vassiliadis schlägt vor, die Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz auf etwa 100.000 Euro anzuheben. Falls umgesetzt, könnte der Satz selbst um zwei oder drei Prozentpunkte steigen. Diese Maßnahme würde Gutverdiener stärker belasten, während die Mittelschicht entlastet würde.

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Zudem setzt er sich für eine Vermögenssteuer auf Einkommen über 200.000 Euro ein. Eine zusätzliche Abgabe auf Superreiche soll Infrastrukturvorhaben und Verteidigungsausgaben finanzieren. Vassiliadis argumentiert, dass Deutschlands Ultravermögende von einer starken öffentlichen Daseinsvorsorge profitieren und daher mehr beitragen sollten.

Obwohl er Bedenken von Wirtschaftsverbänden wegen höherer Steuern auf Betriebsvermögen anerkennt, pocht er auf eine Erhöhung der Erbschaftssteuern. Sein Hauptargument ist die soziale Gerechtigkeit sowie die Notwendigkeit nachhaltiger öffentlicher Investitionen.

Die Vorschläge würden die Besteuerung von Spitzenverdienern und großen Erbschaften grundlegend reformieren. Bei einer Umsetzung könnten die Reformen erhebliche Mittel für öffentliche Infrastruktur und Verteidigung freisetzen. Vassiliadis betont, dass die Wohlhabendsten eine größere Rolle bei der Sicherung Deutschlands langfristiger Stabilität spielen sollten.

Quelle