06 May 2026, 21:07

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verstrickungen der Gladiator Fight Academy

Group of people holding a banner reading "Open the Borders, Save Lives, Fight Fascism" in front of a building with glass windows and a pole, with a bicycle and bag on the road.

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verstrickungen der Gladiator Fight Academy

Am vergangenen Wochenende versammelten sich Hunderte Demonstranten in Halle, um gegen die Gladiator Fight Academy zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gegen das umstrittene Kampfsportstudio, dem vorgeworfen wird, als Treffpunkt für rechtsextreme Netzwerke und gewaltbereite Ideologien zu dienen.

Die Proteste fanden vor dem Hauptbahnhof der Stadt statt, wo die Menge Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ skandierte. Kritiker sehen in dem Studio einen Kristallisationspunkt für extremistische Rekrutierung, der Gewalt und Diskriminierung offen dulde. Die Gladiator Fight Academy steht seit Längerem in der Kritik, da sie mit rechtsextremen Kreisen in Verbindung gebracht wird. Eine zentrale Figur des Studios ist Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer von Jungsturm Erfurt. Erst kürzlich veranstaltete das Studio in Teutschenthal die Premiere seiner Gladiator Fight Series, was die Vorwürfe weiter befeuerte.

An der Demonstration nahmen auch prominente Vertreter der AfD teil. So waren Fabian Jank und Benedikt Weiß, beide Mitglieder der Partei, vor Ort. Zudem zeigte sich Paul Backmund, Kandidat der AfD für die anstehende Landtagswahl, bei der Veranstaltung. Die Anwesenheit der Politiker unterstreicht die politische Dimension des Konflikts, der sich um das Kampfsportstudio rankt.

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Die Forderungen der Demonstranten zielen klar auf eine Schließung der Gladiator Fight Academy ab. Sie werfen dem Studio vor, nicht nur ein Trainingsort für Kampfsportler zu sein, sondern gezielt rechtsextreme Strukturen zu fördern und Gewalt zu verherrlichen. Die Proteste in Halle zeigen, wie stark die Ablehnung des Studios in der Bevölkerung verankert ist. Die Verbindung zu rechtsextremen Akteuren und die Anwesenheit von AfD-Vertretern bei der Demonstration deuten darauf hin, dass der Konflikt um die Gladiator Fight Academy weiter an Brisanz gewinnen wird.

Ob und wie die Behörden auf die Forderungen reagieren, bleibt abzuwarten. Die Kundgebung macht jedoch deutlich, dass die Kritik an dem Studio nicht abebbt – im Gegenteil: Sie wird lauter und organisierter.

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