Hettich-Beschäftigte verschieben Gehaltserhöhung um ein Jahr auf 2025
Lotta BrandtHettich-Beschäftigte verschieben Gehaltserhöhung um ein Jahr auf 2025
Tausende Beschäftigte des Unternehmens Hettich haben sich darauf verständigt, eine geplante Gehaltserhöhung um ein Jahr zu verschieben. Ursprünglich sollte die Erhöhung bereits zum 1. April dieses Jahres in Kraft treten – nun erhalten die Mitarbeiter das Plus von 3,1 Prozent erst 2025.
Die Entscheidung sorgt für Kritik, während das Unternehmen auf finanzielle Entlastung hofft. Die Gehaltsanpassung war im Rahmen eines Tarifvertrags mit der IG Metall vereinbart worden. Sie hätte den Beschäftigten ein Plus von 3,1 Prozent gebracht, doch Hettich bat die Belegschaft, der Verzögerung um zwölf Monate zuzustimmen. Mindestens 90 Prozent der Mitarbeiter stimmten dem Vorschlag zu.
Die IG Metall reagierte scharf auf die Entscheidung und warf dem Unternehmen vor, die Belegschaft unter Druck gesetzt zu haben. Hettich wies die Vorwürfe zurück und betonte, während des gesamten Prozesses "vollkommen transparent" agiert zu haben. Durch die Verschiebung erhofft sich das Unternehmen Einsparungen in Höhe mehrerer Millionen Euro, die zur Stabilisierung der Finanzen beitragen sollen.
Bisher hat Hettich keine weiteren Sparmaßnahmen angekündigt. Die Gehaltserhöhung wird nun erst 2025 umgesetzt, statt wie ursprünglich geplant in diesem Jahr. Mit der Zustimmung der Belegschaft kann Hettich vorerst finanzielle Spielräume gewinnen. Gleichzeitig bleibt die Kritik der IG Metall an der Verzögerung bestehen, während das Unternehmen auf eine langfristige Konsolidierung setzt.






