28 March 2026, 12:11

Hessens teures Rebranding: 300.000 Euro für ein neues Logo – und die Wut der Steuerzahler

Alte Karte von Hessen, Deutschland, gerahmt in einem Photo Rahmen mit schwarzen Rändern und Text.

Hessens teures Rebranding: 300.000 Euro für ein neues Logo – und die Wut der Steuerzahler

Die jüngste Markenüberarbeitung der hessischen Landesregierung hat eine Kontroverse über deren Kosten und Notwendigkeit ausgelöst. Steuerzahlerverbände prüfen nun, ob die fast 300.000 Euro, die in das neue Corporate Design flossen, gerechtfertigt sind. Kritiker argumentieren, das Geld hätte angesichts der anhaltenden Krisen sinnvoller eingesetzt werden können.

Die Hessische Staatskanzlei bestätigte, dass das neue Erscheinungsbild rund 290.000 Euro kostete. Zusätzliche Ausgaben – etwa für eine Kleidungskollektion – trieben die Gesamtkosten weiter in den fünfstelligen Bereich. Die vollständigen finanziellen Auswirkungen bleiben jedoch unklar, da nicht alle damit verbundenen Kosten offengelegt wurden.

Joachim Papendick, Vorsitzender des Hessischen Bund der Steuerzahler, übt scharfe Kritik an den Ausgaben. Er hinterfragt den Nutzen eines neuen Logos, während Bürger:innen in Bereichen wie Bildung und Infrastruktur dringenden Bedarf hätten. Der Verband prüft nun, ob der Markenauftritt genug öffentlichen Mehrwert bietet, um die Kosten zu rechtfertigen.

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Sollte das Projekt als verschwendungsintensiv eingestuft werden, könnte es in der jährlichen Publikation "Öffentliche Verschwendung: Das Schwarzbuch" auftauchen – einer Sammlung fragwürdiger Staatsausgaben. Zwar erkennt der Verband die Notwendigkeit einer modernen visuellen Identität an, besteht jedoch darauf, dass finanzielle Prioritäten dem direkten Nutzen für die Bürger:innen entsprechen müssen.

Die Debatte um das Rebranding folgt auf öffentliche Kritik und eine breitere Diskussion über die Haushaltspolitik in Hessen. Der Bund der Steuerzahler wird nach einer umfassenden Bewertung entscheiden, ob das Projekt in seinen Verschwendungsbericht aufgenommen wird. Unterdessen steht die Landesregierung unter Druck, die Ausgaben angesichts konkurrierender Ansprüche an öffentliche Mittel zu rechtfertigen.

Quelle