Hessen setzt mit neuem Tarifabkommen im öffentlichen Dienst eigene Maßstäbe
Ida SchmitzHessen setzt mit neuem Tarifabkommen im öffentlichen Dienst eigene Maßstäbe
Hessen hat ein neues Tarifabkommen für den öffentlichen Dienst ausgehandelt, das sich deutlich von den Vereinbarungen anderer Bundesländer abhebt. Die Einigung umfasst Lohnerhöhungen, Arbeitsplatzsicherheit für Auszubildende sowie verbesserte Zuschläge für Schichtarbeiter. Anders als die meisten Regionen verhandelte Hessen eigenständig und schloss sich nicht der Tarifgemeinschaft der Länder an.
Die Gespräche endeten mit einem Kompromiss zwischen der Landesregierung und den Arbeitnehmervertretern. Die Löhne in Hessen steigen 2024 und 2025 stärker als im bundesweiten Rahmen vorgesehen – ein zentraler Unterschied zu den Abkommen anderer Bundesländer.
Das Abkommen garantiert zudem unbefristete Verträge für Auszubildende, die mindestens mit "befriedigend" abschließen. Bestimmte Berufsgruppen werden neu eingestuft, was mehr Aufstiegschancen für die Beschäftigten eröffnet. Zudem wurden die Schicht- und Wechselschichtzuschläge – insbesondere für Polizeibeamte und Justizvollzugsbedienstete – erhöht.
Im Gegensatz zu den meisten Bundesländern verzichtete Hessen auf die Teilnahme an der Tarifgemeinschaft der Länder. Das bestehende landesweite ÖPNV-Ticket bleibt unverändert. Vertreter der Landesregierung bezeichneten das Ergebnis als vorteilhaft für beide Seiten – die Beschäftigten wie auch die langfristige Stabilität des Landes.
Die Vereinbarung sichert höhere Löhne, bessere Karriereperspektiven und verbesserte Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst Hessens. Gleichzeitig bleiben die bestehenden Verkehrsvorteile erhalten, ohne sich an den bundesweiten Tarifrahmen zu binden. Die Änderungen sollen sicherstellen, dass der öffentliche Dienst auch in den kommenden Jahren attraktiv bleibt.






