Hessen dominiert CDU-Bundesvorstand: Sechs Vertreter im neuen Führungsteam
Miriam AlbrechtSechs Hessen auf neuem CDU-Bundesvorstand gewählt - Hessen dominiert CDU-Bundesvorstand: Sechs Vertreter im neuen Führungsteam
Die CDU hat ihre Bundesführung mit einer starken Präsenz aus Hessen erweitert. Auf dem Parteitag in Stuttgart Anfang 2026 sicherten sich sechs Mitglieder aus dem Land Positionen im neuen Bundesvorstand. Darunter stieg Ines Claus zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden auf – ein wichtiger Schritt in ihrer politischen Karriere.
Ines Claus war bereits 2022 in das Bundespräsidium der CDU aufgenommen worden. 2026 erreichte sie den Posten der stellvertretenden Bundesvorsitzenden, eine von sechs Stellvertreterpositionen, die zur Sicherung der Geschlechterparität geschaffen wurden. Die hessische Politikerin, die die CDU-Fraktion im Landtag führt, erhielt für ihre Wahl 657 Stimmen. Zwar strebt sie an, die inhaltliche Ausrichtung der Partei mitzugestalten und die Interessen der Mitglieder zu vertreten, doch bleibt ihr thematischer Schwerpunkt in öffentlichen Äußerungen bisher unklar.
Im neuen CDU-Bundesvorstand ist Hessen nun mit einem vollständigen Sechserteam vertreten. Boris Rhein, hessischer Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzender, betonte die wachsende Bedeutung der Region und erklärte, an bundespolitischen Entscheidungen der Partei führe "kein Weg an Hessen vorbei". Gleichzeitig gratulierte er Claus und bezeichnete sie als starke hessische Stimme für Berlin sowie als überzeugende Wahl für das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden.
Wiedergewählt wurden zudem die hessischen Vertreter Kim-Sarah Speer, Landtagsabgeordnete (773 Stimmen), und Astrid Wallmann, Präsidentin des hessischen Landtags (804 Stimmen). Johannes Volkmann, Bundestagsabgeordneter, erhielt 757 Stimmen, während Alexander Lorz, hessischer Finanzminister, auf 734 Stimmen kam. Zudem wurde Fabian Beine zum Sprecher der Bundespartei für Digitalpolitik ernannt.
Die Umbesetzung in der CDU-Führung unterstreicht die zentrale Rolle Hessens in der bundespolitischen Struktur der Partei. Mit sechs Vertretern im Vorstand ist der Einfluss des Landes nun fest verankert. Die Personalentscheidungen spiegeln zudem das Bestreben der Partei nach Geschlechtergerechtigkeit und einer erneuerten inhaltlichen Ausrichtung wider.






