Heitersheims Malteser Schlossviertel vor radikaler Sanierung – Millioneninvestitionen geplant
Lotta BrandtHeitersheims Malteser Schlossviertel vor radikaler Sanierung – Millioneninvestitionen geplant
Heitersheim steht vor einer grundlegenden Umgestaltung des Malteser Schlossviertels: Ein umfassendes Sanierungskonzept soll das Gesicht des historischen Areals verändern. Über die Pläne stimmt der Gemeinderat am 17. März 2026 ab – sie umfassen denkmalschutzrelevante Gebäude ebenso wie Grünflächen. Während für einige Vorhaben bereits Mittel bewilligt wurden, harren andere noch der Freigabe.
Im Mittelpunkt des Sanierungspakets stehen mehrere zentrale Projekte. Bis zu 750.000 Euro fließen in die Renovierung des Lampert-Gebäudes, für die Obergeschosse der Häuser Gabriel und Raphael sind bis zu 845.000 Euro vorgesehen. Auch die Wiederherstellung des Schlossparks erhält finanzielle Unterstützung: 550.000 Euro sind für die Neugestaltung des historischen Innenhofs und der Grünanlagen eingeplant.
Neue Wege sollen bei den Gebäuden Lazarus und Stehwagen beschritten werden. Geplant ist, sie über Erbbaurechte an die Schloss-Heitersheim GmbH zu veräußern. Gleichzeitig könnte die Kindertagesstätte im Malteser Schlosskomplex nun rückwirkend Fördergelder aus der Städtebauförderung erhalten – ein Volumen von rund zwei Millionen Euro wäre möglich. Der Eigenanteil der Kommune beläuft sich auf etwa 800.000 Euro, wobei sich der Träger bereit erklärt hat, die Mietkosten zu senken.
Vorgesehen sind zudem höhere Zuschüsse für die Sanierung von Wohn- und Gemeinschaftsgebäuden, die über die üblichen Pauschalbeträge hinausgehen. Bereits genehmigt wurde eine Initiative zur Quartiersentwicklung im Rahmen des "Investiven Städtebauprogramms" – die Förderung ist bis 2030 gesichert.
Die entscheidende Abstimmung am 17. März 2026 wird über die Zukunft des Malteser Schlossviertels in Heitersheim entscheiden. Bei einem positiven Votum stehen tiefgreifende Veränderungen für historische Bauten, öffentliche Räume und Gemeinschaftseinrichtungen an. Das genaue Ausmaß des Projekts hängt dabei von den finanziellen Verpflichtungen der Stadt und den eingeworbenen Drittmitteln ab.