03 March 2026, 06:48

Hauptzollamt Lörrach geht hart gegen illegale Beschäftigung vor – Bilanz 2025 zeigt drastische Konsequenzen

Ein Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund zeigt "Kinderschutz ist eine nationale Bedrohung - Sollen wir die Industrie das Land fesseln lassen", mit einer Gruppe von Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und ethnischer Herkunft, die gemeinsam stehen.

Hauptzollamt Lörrach geht hart gegen illegale Beschäftigung vor – Bilanz 2025 zeigt drastische Konsequenzen

Hauptzollamt Lörrach veröffentlicht Jahresbericht 2025: Schwerpunkte bei der Bekämpfung illegaler Beschäftigung

Das Hauptzollamt Lörrach hat seinen Jahresbericht zur Arbeitsmarktüberwachung für 2025 vorgelegt. Im vergangenen Jahr führten Beamte in verschiedenen Branchen umfangreiche Kontrollen durch, um illegale Beschäftigung und Verstöße gegen Arbeitsrecht zu bekämpfen. Die verschärften Maßnahmen führten zu Bußgeldern, Beschlagnahmungen und in einigen Fällen sogar zu Haftstrafen für Regelbrecher.

Im Laufe des Jahres 2025 prüfte die Zollbehörde 574 Betriebe und befragte mehr als 6.600 Beschäftigte zu ihren Arbeitsbedingungen. Besonders im Fokus standen Branchen wie das Baugewerbe, die Gastronomie, Taxiunternehmen, Sicherheitsdienste, Friseursalons und die Kosmetikbranche. Die Kontrolleure überprüften, ob Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge korrekt abführten, den Mindestlohn einhielten und ob ausländische Arbeitskräfte über einen gültigen Aufenthaltstitel verfügten.

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Ein Team von rund 160 Mitarbeitenden war für die Inspektionen, Ermittlungen und die Durchsetzung der Vorschriften zuständig. Ihre Arbeit wurde durch ein neues Gesetz erleichtert, das die digitale Datenanalyse stärkte und den Prüfern erweiterte Befugnisse einräumte. Insgesamt wurden 1.498 Strafverfahren und 1.036 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Bis Jahresende waren 1.265 Strafverfahren abgeschlossen, wobei Bußgelder in Höhe von etwa 300.000 Euro verhängt und Haftstrafen mit einer Gesamtlänge von 12,5 Jahren ausgesprochen wurden. Zudem wurden 956 Ordnungswidrigkeitsverfahren abgewickelt, die zu Geldstrafen und Einziehungen im Wert von rund 500.000 Euro führten.

Die Maßnahmen des Hauptzollamts Lörrach führten zu spürbaren Konsequenzen für Verstöße gegen das Arbeitsrecht. Unternehmen in besonders risikoreichen Branchen standen unter verstärkter Beobachtung, und die Kontrollen wurden weiter verschärft. Der Bericht unterstreicht das anhaltende Engagement, für faire Arbeitsbedingungen und rechtmäßige Beschäftigung im gesamten Zuständigkeitsbereich zu sorgen.