"Grüne Ufer" feiert Uraufführung: Eine Liebesgeschichte zwischen zwei Epochen in Jekaterinburg
Lotta Brandt"Grüne Ufer" feiert Uraufführung: Eine Liebesgeschichte zwischen zwei Epochen in Jekaterinburg
„Grüne Ufer“: Zeitlose Liebe zwischen zwei Welten – Uraufführung in Jekaterinburgs Tvary-Theater
Im intimen Tvary-Privattheater von Jekaterinburg hat das neue Stück Grüne Ufer Premiere gefeiert. Die Inszenierung basiert auf Gennadi Alexejews gleichnamigem Roman und erzählt eine Liebesgeschichte, die sich über Zeiten und parallele Realitäten erstreckt.
Im Mittelpunkt steht eine ungewöhnliche Romanze zwischen einem sowjetischen Dichter der 1980er-Jahre und einer Sängerin aus der Zeit vor der Revolution. Obwohl die Frau sieben Jahre jünger ist, trennt sie doch ein Abstand von sechs Jahrzehnten von ihrem Geliebten. Regie führte Lilia Bornaschewa, die verriet, dass Alexejew den Roman nach der Entdeckung der realen historischen Figur Anastassija Wjalzewa schrieb – einer Sängerin aus den frühen 1900er-Jahren.
Auf der Bühne schlüpft Jelena Iwanowa in neun verschiedene Rollen und wechselt mühelos zwischen Charakteren und Epochen. Oleg Dulenkins Darstellung des Dichters erinnert Kritiker an den Autor selbst. Bornaschewa bezeichnet das Werk als eines der gelungensten Beispiele für Fantasy, die parallele Existenzformen erkundet.
Der Höhepunkt des Stücks zeigt die Liebenden endlich vereint – nicht im Leben, sondern im Tod.
Grüne Ufer ist eine weitere kühne Adaption des Tvary-Theaters in Jekaterinburg. Die Produktion verbindet Geschichte, Fantasie und Romantik und bleibt dabei Alexejews Vision treu. Das Publikum erlebt das Stück in der kleinen, immersiven Atmosphäre des Theaters.






