29 June 2026, 14:09

Grüne reformieren Satzung nach Belästigungsskandal um Gelbhaar-Fall

Grüne setzen neue Regeln gegen sexuellen Belästigung

Grüne reformieren Satzung nach Belästigungsskandal um Gelbhaar-Fall

Die Grünen haben eine neue Satzung eingeführt, um sexuelle Belästigung innerhalb der eigenen Reihen zu bekämpfen. Der Schritt folgt einer kritischen Überprüfung des Umgangs mit einem prominenten Fall, in dem es um Belästigungsvorwürfe ging. Die Partei will damit für mehr Klarheit und Fairness in ihren internen Verfahren sorgen.

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Vor einem Jahr hatte eine interne Kommission die Reaktion der Grünen im Fall Gelbhaar scharf kritisiert. Sie kam zu dem Schluss, dass das damalige Ombudsverfahren weder ausreichende rechtliche Standards noch klare Definitionen bot. Zudem sei das Verfahren für politische Zwecke missbraucht worden, wodurch Gelbhaar keine Möglichkeit erhielt, sich zu verteidigen. In der Folge verlor er die Chance, als Direktkandidat im Berliner Bezirk Pankow für die Bundestagswahl 2021 anzutreten.

Nach den neuen Regeln sollen Schlichtungsausschüsse künftig vorrangig eine Vermittlung zwischen den Beteiligten anstreben, statt Strafen zu verhängen. Disziplinarmaßnahmen werden nun von parteiinternen Schiedsgerichten behandelt. Die Satzung sieht zudem Vorkehrungen vor, um Interessenkonflikte zu vermeiden und die Vertraulichkeit zu wahren.

Bei Verdacht auf Straftaten werden Betroffene an externe Beratungsstellen verwiesen. Ihnen wird außerdem ihr Recht auf rechtliche Schritte aufgezeigt. Die überarbeitete Satzung soll die Rollen interner Gremien klarer definieren und für fairere Abläufe sorgen. Gleichzeitig werden die Rechte derer gestärkt, die in Fälle sexueller Belästigung verwickelt sind. Die Änderungen sind Teil der Bemühungen der Partei, nach früheren Versäumnissen wieder Vertrauen aufzubauen.

Quelle