Grüne prüfen Verbindungen zwischen christlichen Fundamentalisten und Rechtsextremen – AfD in der Kritik
Miriam AlbrechtGrüne prüfen Verbindungen zwischen christlichen Fundamentalisten und Rechtsextremen – AfD in der Kritik
Die Grünen haben eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung eingereicht. Darin wird untersucht, ob es Verbindungen zwischen christlich-fundamentalistischen Influencern und rechtsextremen Gruppen gibt – darunter auch die AfD. Der Schritt hat Kritik von mehreren namentlich genannten Personen und Organisationen ausgelöst.
Die Anfrage zielt konkret auf die Reichweite und Gefahren ab, die von christlich-fundamentalistischen Netzwerken in Deutschland ausgehen. Zudem werden Details zu ihren Verbindungen zu rechtsextremen Parteien und Akteuren abgefragt. Die Grünen schlagen politische Maßnahmen vor, um Online-Inhalte mit christlich motiviertem Extremismus zu löschen.
Zu den in der Anfrage Genannten gehören Leonard Jäger, Tobias Riemenschneider sowie Organisationen wie die Alliance Defending Freedom International und der Bundesverband Lebensrecht. Deutsche Medien berichten zunehmend über mutmaßliche Verbindungen zwischen christlichen Fundamentalisten und rechtsextremen Kräften.
Leonard Jäger reagierte mit der Aussage, die Grünen würden Christen nun als „fast Extremisten“ brandmarken, nur weil sie biblische Werte hochhielten. Tobias Riemenschneider argumentierte, die Anfrage diene dazu, lang etablierte christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren. Alexandra Linder, Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, bezeichnete den Vorstoß als Versuch, „Zusammenhänge zu konstruieren“ und pro-life- sowie christlichen Einfluss in der Politik zu schwächen.
Die Anfrage der Grünen unterstreicht die wachsende kritische Auseinandersetzung mit christlichen Gruppen in Deutschland. Die genannten Personen und Organisationen lehnen die zugrundeliegenden Annahmen vehement ab. Die Bundesregierung hat auf die eingereichten Fragen bisher noch nicht reagiert.






