Grüne Partei fordert bezahlten Menstruationsurlaub für Beschäftigte in Großbritannien
Paul MüllerGrüne Partei fordert bezahlten Menstruationsurlaub für Beschäftigte in Großbritannien
Die britische Green Party hat einen Vorschlag für die Einführung eines bezahlten Menstruationsurlaubs vorgelegt. Der Antrag sieht vor, dass Beschäftigte, die menstruieren, bis zu drei zusätzliche freie Tage pro Monat nehmen dürfen. Ziel der Regelung ist es, Arbeitnehmerinnen zu unterstützen, ohne ihren Jahresurlaub oder Anspruch auf Krankengeld zu schmälern.
Eingereicht wurde der Antrag von Allan McLeod, einem männlichen Parteimitglied, Gewerkschaftsvertreter und Transaktivisten. Er ist Teil des Programms „Politik für eine nachhaltige Gesellschaft“ der Partei und verwendet geschlechterneutrale Formulierungen. Laut Plan wäre für den Menstruationsurlaub keine ärztliche Bescheinigung erforderlich.
Insgesamt würde sich der zusätzliche Urlaub auf 36 Tage pro Jahr belaufen. Unklar bleibt, ob auch Männer, die sich als Frauen identifizieren, Anspruch auf die extra freien Tage hätten. Parteichef Zack Polanski nutzt den Antrag, um die wirtschaftspolitische Kompetenz der Green Party zu unterstreichen.
Kritiker äußern Bedenken hinsichtlich der möglichen finanziellen Belastung für Unternehmen. Sie argumentieren, die Regelung könnte Arbeitgeber stark belasten. Der Vorschlag sieht vor, dass der Menstruationsurlaub nicht als Krankheitstage gewertet wird und den Jahresurlaub nicht mindert. Sollte er umgesetzt werden, wäre dies ein bedeutender Schritt für die Arbeitsrechte von menstruierenden Menschen. Die Debatte über Machbarkeit und Kosten dauert an.
