09 March 2026, 12:10

Grüne Jugend stellt Özdemir mit radikalen Forderungen auf die Probe

Ein Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund zeigt "Kindera(r)beit ist eine nationale Gefahr - Sollen wir die Nation von der Industrie knechten lassen?", mit einer Gruppe verschiedener Menschen, die gemeinsam stehen.

Grüne Jugend stellt Forderungen an Özdemir - Grüne Jugend stellt Özdemir mit radikalen Forderungen auf die Probe

Die Grüne Jugend in Baden-Württemberg hat eine Reihe mutiger Forderungen für die nächste Landesregierung vorgelegt. Ihre Liste richtet sich vor allem an Cem Özdemir, der weithin als künftiger Ministerpräsident des Landes gehandelt wird. Die Vorschläge umfassen Wohnungspolitik, Klimaschutz und den Umgang mit rechtsextremen Gruppen.

Ganz oben auf der Agenda steht eine verschärfte Mietpreisbremse. Die Organisation fordert erweiterte Maßnahmen, um den Anstieg der Wohnkosten in ganz Baden-Württemberg einzudämmen. Zudem verlangen sie einen klaren Fahrplan, um bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen.

In der Migrationspolitik lehnt die Grüne Jugend die Einrichtung sogenannter "Sekundärer Migrationszentren" ab. Sie erwartet von der Landesregierung, dass solche Vorhaben im Bundesrat blockiert werden. Ein weiterer zentraler Punkt betrifft die rechtspopulistische AfD: Die Gruppe drängt auf ein Prüfverfahren, das zu einem Parteiverbot führen könnte.

Bei Boris Palmer, dem umstrittenen ehemaligen Grünen-Politiker, zieht die Organisation eine klare Grenze. Er dürfe in der neuen Regierung "weder als Minister noch als Berater" eine Rolle spielen, so die Forderung.

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Obwohl die Grünen in Baden-Württemberg weiterhin stärkste Kraft bleiben, verlor die Partei bei der Wahl 2026 leicht an Stimmen. Mit 30,2 Prozent lag sie unter dem Ergebnis von 32,6 Prozent im Jahr 2021, blieb aber deutlich vor der Konkurrenz.

Die Forderungen der Grünen Jugend erhöhen den Druck auf Özdemirs künftige Regierung. Ihr Fokus liegt auf bezahlbarem Wohnraum, Klimaschutz und einer härteren Linie gegen Rechts. Die Position der Gruppe könnte die politischen Debatten in den kommenden Monaten prägen.

Quelle