Grüne Jugend in Baden-Württemberg stellt Özdemir ultimativ – und fordert Palmer-Ausschluss
Miriam AlbrechtGrüne Jugend in Baden-Württemberg stellt Özdemir ultimativ – und fordert Palmer-Ausschluss
Die Jugendorganisation der grünen in Baden-Württemberg stellt scharfe Forderungen an Cem Özdemir
In einem neuen Positionspapier legt der Landesverband sechs zentrale politische Forderungen vor. Darunter ist der Appell, Boris Palmer von jeder Rolle in der Landesregierung auszuschließen.
Die Forderungen der Jugendorganisation konzentrieren sich auf soziale und politische Prioritäten. Sie verlangen von Özdemir, sich für eine bundesweite Mietpreisbremse und entschlossene Maßnahmen gegen Vermögensungleichheit einzusetzen. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Prüfung rechtlicher Schritte für ein Verbot der rechtsextremen AfD.
Die Gruppe besteht zudem darauf, dass die Landesregierung im Bundesrat strengere Asyl- und Migrationsgesetze ablehnt. Ihre Haltung spiegelt breitere Bedenken über die Ausrichtung der Partei unter Özdemirs Führung wider.
Boris Palmer, der die Grünen 2023 verließ, bleibt eine umstrittene Figur. Obwohl er mittlerweile als Parteiloser im Tübinger Stadtrat sitzt, pflegt er weiterhin Kontakte zu Özdemir. Dieser hat sich jedoch öffentlich von Palmer distanziert und dessen antisemitische Äußerungen kritisiert – etwa in einem Interview mit der FAZ im Jahr 2024. Dennoch hat Özdemir bisher keine direkten politischen Konsequenzen gegen den ehemaligen Parteigenossen gezogen, der kein Mitglied mehr ist.
Die Jugendorganisation argumentiert, Palmers Positionen stünden im Widerspruch zu den Grundwerten der Grünen. In ihrem Papier fordern sie explizit seinen Ausschluss aus der künftigen Landesregierung.
Die Forderungen setzen Özdemir unter Druck, seine Politik stärker an der progressiven Agenda des Jugendverbandes auszurichten. Würden die Vorschläge umgesetzt, hätten sie weitreichende Folgen für die Wohnungs-, Migrations- und Sozialpolitik in Baden-Württemberg. Die klare Haltung zu Palmer unterstreicht zudem die inneren Spannungen innerhalb der Partei.






