Grüne fordern radikale Bahnwende für zuverlässigere Züge und weniger Autos
Paul MüllerGrüne fordern radikale Bahnwende für zuverlässigere Züge und weniger Autos
Die Grünen haben zentrale Prioritäten zur Verbesserung des deutschen Schienennetzes vorgestellt. Zwar sei die Modernisierung im Gange, doch sähen sich Fahrgäste weiterhin mit massiven Beeinträchtigungen konfrontiert. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, den Bahnverkehr zuverlässiger, sicherer und zu einer stärkeren Alternative zum privaten Pkw zu machen.
Die Partei verweist auf laufende Modernisierungsmaßnahmen im gesamten Netz, betont jedoch, dass Reisende nach wie vor mit erheblichen Verspätungen und Ausfällen zu kämpfen hätten. Leon Kröck, Fraktionsvorsitzender der Solinger Grünen, stellte fest, dass Pendler diese Einschränkungen mit Geduld ertragen würden.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Elektrifizierung der S7-Linie und ihrer Verlängerung bis Düsseldorf. Zudem fordert die Partei eine Umleitung der RE2-Linie, um eine direkte Verbindung zwischen Solingen, Wuppertal und dem östlichen Ruhrgebiet herzustellen. Darüber hinaus wird der Bau neuer Weichen in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte verlangt, noch bevor die Arbeiten am RRX-Projekt beginnen.
Die Grünen setzen sich für eine schnellere Modernisierung der Signaltechnik und eine bessere Koordinierung von Bahnbauprojekten ein. Sie unterstreichen die Notwendigkeit, lokale Anforderungen stärker in die Planung der Landesbehörden und des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) einzubeziehen. Die jüngste Wiederinbetriebnahme der RE7- und RB48-Strecken habe zwar kurzfristig Entlastung gebracht, doch stünden umfangreichere Baumaßnahmen noch bevor.
Ziel der Partei ist ein attraktiveres, sicheres und verlässliches Schienennetz. Dies sei entscheidend, um die Abhängigkeit vom privaten Auto zu verringern. Die Vorschläge umfassen sowohl kurzfristige Verbesserungen als auch langfristige Netzausbauprojekte.
