Grüne feiern Wahlsieg in Baden-Württemberg – SPD kämpft ums Überleben
Paul MüllerGünther gratuliert Özdemir zum Wahlsieg in Südwest - Grüne feiern Wahlsieg in Baden-Württemberg – SPD kämpft ums Überleben
Die Grünen haben bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg einen wahrscheinlichen Sieg errungen. Erste Hochrechnungen zeigten zudem, dass die SPD die Fünf-Prozent-Hürde knapp übersprang – ihr Ergebnis wurde von Parteivertretern jedoch als schwach bewertet. Die Wahlbeteiligung sank auf 63,8 Prozent und lag damit unter den Vorjahren, blieb aber höher als 2006.
Die Wählerbeteiligung erreichte 2021 insgesamt 63,8 Prozent – ein Rückgang gegenüber 70,4 Prozent im Jahr 2016 und 66,2 Prozent 2011. Als einer der Gründe für den Schwund galt die Pandemie, da mehr als die Hälfte der Stimmen per Briefwahl abgegeben wurde. Dennoch blieb die Beteiligung deutlich über den 53,4 Prozent von 2006.
CDU-Landesvorsitzender Daniel Günther gratulierte Cem Özdemir zum Erfolg der Grünen. Günther betonte zudem, seine Partei könne nun selbstbewusst in Koalitionsgespräche gehen. Unterdessen äußerte sich Gazi Freitag von den Grünen optimistisch, künftig ein 14-Prozent-Defizit aufholen zu können.
SPD-Kandidat Ulf Kämpfer bezeichnete das Ergebnis seiner Partei als "ernüchternd", aber nicht überraschend. Er kündigte an, Günther 2027 bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein herauszufordern – ein mögliches Duell der beiden zeichnet sich damit ab.
Der Sieg der Grünen markiert eine Verschiebung der politischen Landschaft in Baden-Württemberg. Die SPD bleibt dank des knappen Einzugs in den Landtag vertreten, wenn auch mit geringerer Bedeutung. Nun werden Koalitionsverhandlungen über die nächste Landesregierung entscheiden.






