Grenzach-Wyhlen diskutiert Verkauf des Pflegeheims Emilienpark an die AWO Baden
Paul MüllerGrenzach-Wyhlen diskutiert Verkauf des Pflegeheims Emilienpark an die AWO Baden
Die Gemeinde Grenzach-Wyhlen prüft Pläne zum Verkauf des Pflegeheims Emilienpark an die AWO Baden. Eine endgültige Entscheidung soll in der Ratssitzung am Dienstag, dem 28. April 2026, beraten werden. Die Einrichtung befindet sich derzeit im Besitz der Kommune und ist bis Anfang 2036 an die AWO Baden verpachtet.
Der geplante Verkauf steht vor dem Hintergrund erheblicher Sanierungsbedürftigkeit des Gebäudes. Die Kosten für die notwendigen Modernisierungsmaßnahmen werden in den kommenden Jahren auf schätzungsweise 2 bis 3 Millionen Euro beziffert. Zu den zentralen Änderungen gehört die Umwandlung von Mehrbettzimmern in Einzelzimmer, um den landesweiten Pflegevorschriften zu entsprechen. Zudem wird ein Anbau geprüft, um die Energieeffizienz zu steigern und moderne Klimastandards zu erfüllen.
Die AWO Baden hat bereits Interesse am Kauf des Objekts signalisiert. Die Organisation würde die Verantwortung für die Sanierung sowie die langfristige Bewirtschaftung übernehmen. Laut den Vereinbarungen hat sich die AWO Baden verpflichtet, den Emilienpark auch über das Jahr 2036 hinaus als Pflegeheim zu betreiben. Zudem sichert sich die Gemeinde ein Vorkaufsrecht für den Fall, dass die Einrichtung jemals weiterveräußert werden sollte.
Falls der Gemeinderat dem Verkauf zustimmt, könnte der Eigentumsübergang bereits zum 1. September 2026 erfolgen. Der bestehende Pachtvertrag bleibt bis zum geplanten Übergabetermin in Kraft.
Die anstehende Debatte im Rat wird entscheiden, ob der Verkauf vorangetrieben wird. Bei einer Zustimmung würde die AWO Baden die Sanierung finanzieren und den Weiterbetrieb des Pflegeheims sicherstellen. Die Gemeinde behielte dabei Mitspracherechte bei künftigen Entscheidungen über die Immobilie.






