23 March 2026, 08:10

Grausamer Tierquälerei-Fall in Bodelshausen: Rehkitze mit Klebeband misshandelt und getötet

Ein Reh und sein Fohlen, das in einem Waldgebiet auf einer Wildkamera aufgenommen wurde.

Grausamer Tierquälerei-Fall in Bodelshausen: Rehkitze mit Klebeband misshandelt und getötet

Grausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitze mit Klebeband gefesselt – Tier stirbt an Folgen der Misshandlung

In Bodelshausen im Landkreis Tübingen wurde ein junges Reh mit grausam zugeklebtem Maul entdeckt. Unbekannte hatten dem Tier den Schnauzenbereich mit Klebeband verschlossen. Anwohner fanden das verletzte Wildtier am 20. Juni und versuchten sofort, es zu befreien. Trotz ihrer Bemühungen starb das Reh später an den Folgen der erlittenen Qualen und seiner geschwächten Verfassung.

Das Tier war zunächst in der Nähe einer Hecke am Waldrand gesichtet worden. Bei dem Rettungsversuch gelang es den Anwohnern, das Klebeband zu entfernen. Obwohl das Rehkitze anschließend in die Freiheit entlassen wurde, waren seine Verletzungen zu schwerwiegend – wenig später wurde es tot aufgefunden.

Die Behörden stufen die Tat als Tierquälerei ein, die nach § 17 des deutschen Tierschutzgesetzes strafbar ist. Dem Gesetz zufolge kann das vorsätzliche Zufügen unnötiger Schmerzen, Leiden oder Verletzungen – wie etwa das Fesseln eines Wildtiers mit Klebeband – mit Geldstrafen oder sogar Haft bis zu drei Jahren geahndet werden.

Als Reaktion auf den Vorfall hat die Tierrechtsorganisation PETA eine Belohnung von 2.050 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Verantwortlichen führen. Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf den Zusammenhang zwischen Tierquälerei und genereller Gewaltbereitschaft. Wie der Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes betont, weisen 80 bis 90 Prozent der extrem gewalttätigen Straftäter eine Vorgeschichte von Tiermisshandlungen auf.

Die Ermittlungen zur vorsätzlichen Grausamkeit, die zum Tod des Rehs führte, laufen auf Hochtouren. Zeugen oder Personen mit sachdienlichen Hinweisen werden aufgefordert, sich zu melden – nicht zuletzt wegen der ausgesetzten PETA-Belohnung. Bei einer Verurteilung drohen dem Täter empfindliche strafrechtliche Konsequenzen.

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