20 March 2026, 08:10

Goslarer Verkehrsgerichtstag diskutiert Revolution der Fahrerausbildung

Plakat mit fettem schwarzem Text "Schulgeschwindigkeit 25 bei Kindern" auf weißem Hintergrund.

Goslarer Verkehrsgerichtstag diskutiert Revolution der Fahrerausbildung

Verkehrsgerichts-Tagung in Goslar zieht rund 1.800 Teilnehmer an

In diesem Jahr hat die Verkehrsgerichts-Tagung in Goslar etwa 1.800 Teilnehmer angelockt. Die Veranstaltung bringt Fachleute zusammen, um die künftige Gestaltung des Verkehrsrechts und Reformen der Fahrerausbildung voranzutreiben. Eine der ersten Sitzungen widmete sich der Einbindung lokaler Schüler in die zentralen Themen der Konferenz.

Die anwesenden Schüler zeigten großes Interesse an den Führerscheinprüfungen. Ihre Fragen drehten sich um Kosten, Bestehensquoten und die Handhabung der Tests in anderen Ländern. Zudem erkundigten sie sich nach möglichen Verbesserungen des aktuellen Systems.

Helmut Trentmann, ehemaliger Leitender Oberstaatsanwalt und Vorsitzender des Bundes gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS), sprach vor der Gruppe. In seinem Vortrag thematisierte er die Gefahren des Fahrens unter Alkohol- und Drogeneinfluss.

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Die Konferenz knüpft an die jahrelange Arbeit des Verbands der Fahrschulen in Deutschland (VGT) an. Zwischen 2022 und 2025 erarbeiteten dessen Arbeitsgruppen konkrete Vorschläge. Dazu gehören die Digitalisierung von Theorie- und Praxisprüfungen, wodurch sich die Kosten um bis zu 30 Prozent senken ließen. Weitere Ideen umfassen standardisierte Ausbildungsmodule, ein modulares Führerscheinsystem für Grundlizenzen sowie die Reduzierung der Pflichtstunden durch Kompetenzchecks und KI-gestützte Simulationen. Diese Empfehlungen wurden in ihrem Positionspapier 2023 und den Reformvorschlägen 2024 festgehalten, die derzeit in Berlin beraten werden.

In acht Fachforen in Goslar werden diese Vorschläge nun für Politiker und Juristen ausgearbeitet. Die Ergebnisse fließen bereits in die aktuellen gesetzgeberischen Debatten ein.

Die Konferenzempfehlungen richten sich an Gesetzgeber und Verkehrsexperten. Sollten die Reformen umgesetzt werden, könnten sie die Kosten senken, die Ausbildung effizienter gestalten und das deutsche Führerscheinprüfungssystem modernisieren. Die Vorschläge gehen nun in den weiteren Gesetzgebungsprozess über.

Quelle