Nach Gewalt: Göppingen errichtet Waffenverbotszone - Göppingen erklärt Innenstadt ab Donnerstag zur waffenfreien Zone
Göppingen führt ab diesem Donnerstag eine waffenfreie Zone in der Innenstadt ein. Die Maßnahme erfolgt als Reaktion auf zwei jüngste Schussvorfälle, darunter einen Angriff auf eine örtliche Bäckerei in der Nähe Mitte Januar. Die Behörden erhoffen sich durch das Verbot eine Verringerung der bewaffneten Gewalt in dem Gebiet.
Der Beschluss kommt nach einer Reihe bewaffneter Angriffe in der Stadt. Im Januar wurden in der Innenstadt Schüsse auf eine Bäckerei abgefeuert. Zwei Tatverdächtige wurden später festgenommen und befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Nur wenige Wochen später eröffnete ein unbekannter Mann in einer Kneipe das Feuer, ohne dass es Verletzte gab. Die Ermittler prüfen nun mögliche Verbindungen zu Bandenkriminalität im Großraum Stuttgart.
Das Verbot umfasst Schusswaffen und Messer und gilt bis Ende April. Göppingen ist nicht die erste Stadt in Baden-Württemberg, die einen solchen Schritt unternimmt. Stuttgart, Mannheim, Heilbronn, Heidelberg, Ulm und Freiburg haben bereits ähnliche Sperrzonen in ihren Innenstadtbereichen eingerichtet.
Mit den neuen Regelungen soll die öffentliche Sicherheit in Göppingens Zentrum erhöht werden. Die Maßnahme folgt damit einem Vorbild, das andere Großstädte der Region bereits gesetzt haben. Die Polizei wird das Verbot bis Ende April durchsetzen und dessen Auswirkungen auf bewaffnete Vorfälle überwachen.






