GFT Technologies mit gemischter Bilanz: Umsatzplus, aber Gewinneinbruch durch KI-Investitionen
Paul MüllerSoftware-Anbieter GFT erholt sich nach Gewinnrückgang - GFT Technologies mit gemischter Bilanz: Umsatzplus, aber Gewinneinbruch durch KI-Investitionen
GFT Technologies verzeichnet gemischte Geschäftszahlen für 2025
GFT Technologies hat für das Jahr 2025 eine durchwachsene finanzielle Entwicklung gemeldet. Zwar stieg der Umsatz leicht, doch die Gewinne brachen aufgrund hoher Ausgaben für neue Technologien und Umstrukturierungen deutlich ein. Das Unternehmen bleibt ein Nischenanbieter im Bereich Finanzsoftware – deutlich kleiner als Konkurrenten wie Capgemini oder Atos.
Der Konzernumsatz kletterte um bescheidene 2 % auf rund 888 Millionen Euro. Dieses moderate Wachstum gelang trotz eines Rückgangs der Verkäufe an Bankkunden um 2 %. Gleichzeitig verzeichnete der Versicherungssektor ein kräftiges Plus von 15 %, während auch das Industrie- und Sonstigengeschäft solide abschnitt.
Der Nettogewinn hingegen sank um 29 % auf knapp 33 Millionen Euro. GFT führte den Rückgang auf massive Investitionen in KI sowie die kostspielige Neuausrichtung des britischen Geschäftsbetriebs zurück. Trotz dieser Belastungen übertraf das Unternehmen seine im Laufe des Jahres nach unten korrigierten Finanzziele leicht.
Unternehmenschef Marco Santos zeigte sich zuversichtlich und prognostizierte für 2026 ein weiteres Umsatzwachstum. Zudem erwarte man eine moderate Erholung der Gewinne, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen. Seit 2023 baut GFT seine Aktivitäten in den Bereichen Unternehmensmodernisierung und Cloud-Dienste weiter aus, doch der Marktanteil in Europa bleibt insgesamt begrenzt.
Die Bilanz für 2025 zeigt bei GFT sowohl Fortschritte als auch Rückschläge: Die Umsatzsteigerungen im Versicherungs- und Industriesektor wurden durch sinkende Bankverkäufe und hohe Kosten zunichtegemacht. Nun setzt das Unternehmen für 2026 auf eine Wende – gestützt auf KI-Investitionen und Umstrukturierungsmaßnahmen, die die Performance verbessern sollen.






