Gewalt bei ICE-Protest: Autofahrer fährt Aktivistin an – jetzt droht ihm Anklage
Miriam AlbrechtGewalt bei ICE-Protest: Autofahrer fährt Aktivistin an – jetzt droht ihm Anklage
Bei einer Demonstration vor einer Einrichtung des US-Einwanderungs- und Zolldienstes (ICE) in New Jersey ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen, nachdem ein Autofahrer die Aktivistin Alex James angefahren hatte. Der 38-jährige Verdächtige, Thomas Brown aus Delaware, muss sich nun wegen strafrechtlicher Vorwürfe verantworten. James, die in St. Paul, Minnesota, lebt, erlitt Verletzungen, konnte das Krankenhaus aber nach mehreren Stunden wieder verlassen.
Der Vorfall ereignete sich, als sich Alex James einer Gruppe von Demonstranten anschloss, die gegen die Zustände in der ICE-Einrichtung protestierten. Vorwürfe wegen Überbelegung und harter Behandlung hatten die Einrichtung zu einem Brennpunkt der Proteste gemacht. Tom Homan, der „Grenzbeauftragte“ des Weißen Hauses, wies diese Behauptungen zurück.
Später wurde Thomas Brown als der verantwortliche Fahrer identifiziert. Ihm werden gefährliche Körperverletzung mit einem Fahrzeug sowie eine Verkehrsordnungwidrigkeit wegen rücksichtsloser Fahrweise vorgeworfen. Die Behörden bestätigten, dass das beteiligte Fahrzeug nicht von einem ICE-Mitarbeiter gesteuert wurde.
James zog Parallelen zwischen der ICE-Einrichtung und dem Whipple Federal Building. Ihre Verletzungen bestanden hauptsächlich aus Prellungen, dennoch benötigte sie stundenlang medizinische Behandlung nach dem Zusammenstoß.
Thomas Brown muss sich nun wegen seines Handelns vor Gericht verantworten. Alex James hat sich inzwischen von ihren Verletzungen erholt. Der Protest und der anschließende Vorfall haben die umstrittenen Bedingungen in der Einrichtung weiter in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.
