05 June 2026, 09:53

Geisterinsel Ostervilm für 60.000 Euro versteigert – doch niemand darf sie betreten

Eins, Zwei, Drei - Insel verkauft!

Geisterinsel Ostervilm für 60.000 Euro versteigert – doch niemand darf sie betreten

Verfallene künstliche Insel vor Deutschlands Ostseeküste für 60.000 Euro versteigert

Die verfallene künstliche Insel Ostervilm vor der deutschen Ostseeküste ist für 60.000 Euro unter den Hammer gekommen. Das einst geheime Militärgelände steht seit dem Fall der DDR verlassen da. Die zerbröckelnden Ruinen gehören nun einem neuen Besitzer – doch rechtliche und praktische Hürden verhindern vorerst, dass dieser das Gelände betreten darf.

Die Insel entstand ursprünglich als abgesperrte Marinebasis in der Greifswalder Bodden-Lagune. Auf 600 Holzpfählen errichtet, diente sie der Entmagnetisierung von Kriegsschiffrümpfen, um diese vor Magnetminen zu schützen. Die deutsche Marine betreibt zwar noch heute ähnliche Anlagen, allerdings in Kiel und Wilhelmshaven und nicht an diesem abgelegenen Ort.

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Am 4. Juni wurde Ostervilm mit einem Startgebot von 39.000 Euro versteigert. Trotz Warnungen, dass Käufer ein Risiko eingingen, stieg der Preis schließlich auf 60.000 Euro. Die Konstruktion – ein Betonrahmen, verkleidet mit Eisen und Holz – verfügt weder über sicheren Zugang noch über fließend Wasser oder Strom. Selbst wenn jemand eine Sanierung anstreben würde, wäre eine Baugenehmigung nur mit einem genehmigten Bebauungsplan möglich, den Experten an diesem exponierten Standort für unwahrscheinlich halten.

Nur einen Steinwurf entfernt liegt Vilm, ein Naturschutzgebiet, in dem einst die Elite der DDR Urlaub machte. Während diese Insel als geschütztes Rückzugsgebiet gedeiht, bleibt die Zukunft Ostervilms ungewiss. Der neue Besitzer steht nun vor der Herausforderung, was mit einem verlassenen Gelände anzufangen ist, das weder legal genutzt noch einfach umgebaut werden kann.

Der Verkauf Ostervilms überträgt zwar das Eigentum, lässt die großen Hindernisse jedoch bestehen. Ohne Infrastruktur oder rechtliche Genehmigungen für einen Neubau bleibt das Schicksal der Insel unklar. Vorerst bleibt sie ein Relikt des Kalten Krieges – langsam zerfallend in der Ostsee.

Quelle