10 May 2026, 23:01

Gefängnisleiter in Mahiljou nach Suizid politischer Häftling entlassen

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Gefängnisleiter in Mahiljou nach Suizid politischer Häftling entlassen

Der Leiter des Gefängnisses Nr. 4 in Mahiljou, Sergei Sucharau, ist von seinem Posten abberufen worden. Seine Entlassung erfolgt nach dem Tod des politischen Gefangenen Dmitry Dudko, der sich nur eine Woche nach seiner Verlegung in eine andere Einrichtung das Leben nahm. Das Gefängnis ist zuständig für ein Untersuchungshaftzentrum sowie eine Abteilung für Wiederholungstäter, darunter auch politische Häftlinge.

Sergei Sucharau hatte das Gefängnis Nr. 4 seit 2022 oder 2023 geleitet. Sein Abgang steht im Zusammenhang mit dem Suizid des politischen Gefangenen Dmitry Dudko aus Smarhon Ende 2021 – kurz nach dessen Verlegung in die Strafkolonie Nr. 43 in Mahiljou.

Als Nachfolger wird der 40-jährige Oberstleutnant Sergei Taranenko eingesetzt. Er war seit 2017 Leiter der Strafkolonie Nr. 43, wo Dudko zuletzt inhaftiert war. Die Einrichtung ist bekannt dafür, dass dort Wiederholungstäter untergebracht werden, darunter auch solche, die aus politischen Gründen verurteilt wurden.

Gefängnis Nr. 4 steht weiterhin wegen seiner Rolle bei der Inhaftierung politischer Gefangener in der Kritik. Der Führungswechsel erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Bedenken hinsichtlich der Haftbedingungen und der Aufsicht innerhalb des Systems.

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Taranenko übernimmt nun die Leitung von Gefängnis Nr. 4 und bringt dabei seine langjährige Erfahrung aus der Strafkolonie Nr. 43 mit. Der Wechsel an der Spitze vollzieht sich in einer Phase erhöhter Aufmerksamkeit für das Wohl der Gefangenen und das Management der Einrichtungen. Dudkos Tod und die anschließende Übertragung der Verantwortung markieren eine Übergangsphase für die Institution.

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