Fußballturnier in München ehrt Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von 2016
Miriam AlbrechtFußballturnier in München ehrt Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von 2016
Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des Anschlags von 2016
Am 6. Juni fand in München ein Fußballturnier statt, um der Opfer des Anschlags von 2016 zu gedenken. Organisiert wurde die Veranstaltung von Hasan Leyla, dessen Sohn Can zu den neun Getöteten gehörte. Die Initiative mit dem Namen München erinnert bezeichnet die Verstorbenen als „Engel“ und möchte ihr Andenken wachhalten.
Der Anschlag von 2016 wurde zunächst als Amoklauf eingestuft, später jedoch als rechtsterroristische Tat anerkannt. Die Ermittlungen ergaben, dass der Attentäter sich mit dem Massaker von Utøya 2011 in Norwegen beschäftigt hatte und in extremistischen Online-Gruppen aktiv war. Zudem verfasste er ein Manifest, in dem er zu Gewalt gegen ganze Bevölkerungsgruppen aufrief.
Viele der Opfer, darunter Can Leyla und Guiliano Kollmann, waren leidenschaftliche Fußballer. Hasan Leyla, entschlossen, ihr Erbe zu ehren, organisierte das Turnier als Teil seiner Bemühungen, die Gemeinschaft zu einen. Die Veranstaltung fand kurz vor dem zehnten Jahrestag des Anschlags statt, der am 22. Juli 2026 begangen wird.
Die Initiative München erinnert setzt sich weiterhin für eine breitere Anerkennung der politischen Motive des Anschlags ein. Durch Veranstaltungen wie das Fußballturnier stellt sie sicher, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten.
Das Turnier war zugleich eine Hommage und ein Aufruf zur Solidarität. Hasan Leylas Engagement unterstreicht die Bedeutung, der Verstorbenen zu gedenken und gleichzeitig das Bewusstsein für die rechtsextremen Wurzeln des Anschlags zu schärfen. Weitere Gedenkveranstaltungen sind im Vorfeld des zehnten Jahrestags 2026 geplant.






