Friedrich Merz fordert junge Arbeitnehmer zum Sparen für die Rente auf
Miriam Albrecht"50 Euro im Monat" - Merz fordert Altersvorsorge - Friedrich Merz fordert junge Arbeitnehmer zum Sparen für die Rente auf
Bundeskanzler Friedrich Merz hat junge Arbeitnehmer dazu aufgerufen, frühzeitig mit der Altersvorsorge zu beginnen. Er betont, dass private Rücklagen – und nicht nur die gesetzliche Rentenversicherung – im Mittelpunkt der Reformdebatten stehen sollten. Sein Vorschlag sieht vor, monatlich 50 Euro beiseitezulegen, um bis zum Renteneintritt ein sechsstelliges Vorsorgevermögen aufzubauen.
Merz verwies auf die Entwicklungen in den Nachbarländern der vergangenen zwei Jahrzehnte. Staaten wie Frankreich, Österreich, die Schweiz, die Niederlande und Polen haben schrittweise auf kapitalgedeckte Altersvorsorgemodelle umgestellt. Diese Systeme basieren auf individuellen Konten mit steuerlichen Anreizen, etwa der Schweizer Säule 3a oder dem französischen Plan d'Épargne Retraite. Durch Automatisierung und staatliche Förderungen stieg die Beteiligung an solchen Modellen deutlich – von ursprünglich 20–30 % auf heute 50–70 % der Arbeitnehmer.
Der Kanzler unterstrich die Notwendigkeit, die Abhängigkeit von der gesetzlichen Rente zu verringern. Sowohl seine Partei als auch die SPD befürworten nun den Ausbau kapitalgedeckter Betriebs- und Privatrenten. In seinen Äußerungen mahnte Merz vor allem Kontinuität an: "Man muss einfach früh mit kleinen Beträgen beginnen – und dann nie wieder aufhören."
Die Forderung nach mehr privater Altersvorsorge ist ein seltenes Einvernehmen zwischen Merz und der SPD. Angesichts der höheren Beteiligung in Nachbarländern durch gezielte Anreize dreht sich die Diskussion nun darum, wie eine ähnliche Dynamik in Deutschland erreicht werden kann. Mit seinem Vorschlag von 50 Euro im Monat will der Kanzler vor allem jüngeren Arbeitnehmern den Einstieg in langfristiges Sparen erleichtern.






