Frauen dominieren den Schmuggel in Mexikos Gefängnissen – warum?
In den Gefängnissen von Mexiko-Stadt hat es in den letzten fünf Jahren einen deutlichen Anstieg von Schmuggelversuchen gegeben. Zwischen 2021 und 2025 nahmen die Behörden 35 Personen fest, die versucht hatten, verbotene Gegenstände in Justizvollzugsanstalten zu bringen. Auffällig: 85,7 Prozent der Ergriffenen waren Frauen.
2021 wurden zwei Frauen beim Versuch festgenommen, Marihuana in das Nord-Männer-Untersuchungsgefängnis zu schmuggeln. Im folgenden Jahr wurden an derselben Einrichtung vier Frauen und ein Mann mit Marihuana, Alkohol und Munition gestellt.
2023 wurde eine Frau beim Einschmuggeln von Marihuana in das Nord-Gefängnis erwischt. Im selben Jahr nahmen die Behörden drei weitere Personen mit Marihuana und einer körnigen Substanz im Ost-Gefängnis fest.
2024 folgten zwei weitere Festnahmen von Frauen mit Marihuana – eine im Nord-Gefängnis, eine im Ost-Gefängnis. Der Trend setzte sich 2025 fort: Drei Personen, darunter eine Frau, wurden beim Schmuggel von Marihuana und Lösungsmitteln in das Nord-Gefängnis gestoppt.
Ebenfalls 2025 wurden im Ost-Gefängnis elf Frauen und ein Mann mit Marihuana, Kokain und Tabletten ertappt. Vier Frauen schmuggelten zudem Marihuana und ein Messer in das Gefängnis von Mexiko-Stadt. Ein Mann und eine Frau wurden den Behörden überstellt, nachdem sie versucht hatten, Bargeld, Alkohol und Energydrinks in das Soziale Wiedereingliederungszentrum für Frauen in Tepepan zu bringen. Eine weitere Frau wurde mit Crackkokain und blauem Pulver im Süd-Männer-Untersuchungsgefängnis festgenommen.
Insgesamt registrierten die Behörden in den fünf Jahren 30 Frauen, drei Männer und zwei nicht näher bezeichnete Fälle. Der Sicherheitsexperte David Saucedo erklärt das hohe Aufkommen an festgenommenen Frauen damit, dass die Mehrheit der Inhaftierten männlich sei – oft seien es Angehörige oder Partnerinnen, die versuchen, verbotene Waren einzuschmuggeln. Dies erkläre den hohen Frauenanteil unter den Festgenommenen.






