FPÖ-Wien verlangt Aufklärung: Verdacht auf dubiosen Grundstücksdeal in der Jagdschlossgasse
Paul MüllerFPÖ-Wien verlangt Aufklärung: Verdacht auf dubiosen Grundstücksdeal in der Jagdschlossgasse
Die Wiener FPÖ fordert eine umfassende Untersuchung des Verkaufs der ehemaligen städtischen Krankenpflegeschule in der Jagdschlossgasse. Die Partei vermutet Unregelmäßigkeiten bei der Transaktion und wirft vor, dass dabei eine kleine Investorengruppe unrechtmäßig begünstigt wurde, während die Stadt Verluste erlitten habe. 2014 verkaufte die Stadt Wien das 1,5 Hektar große Grundstück für 12,5 Millionen Euro an den Projektentwickler BAI. Der Verkauf erfolgte ohne öffentliche Ausschreibung. Später übernahm die Signa Group die BAI und verkaufte das Gelände mit einem Aufschlag von 5,5 Millionen Euro an einen Grazer Projektentwickler weiter.
Bis 2024 entstanden auf dem Areal Luxus-Wohneigentumswohnungen. Der einst öffentliche Park auf dem Gelände ist mittlerweile für Anwohner gesperrt. Die Stadt kann aus dem Deal keinen Gewinn verbuchen.
Dominik Nepp von der FPÖ fordert nun eine unabhängige Kommission, die den Fall neu aufrollt. Michael Ludwig war damals als Wohnbaustadtrat für die Transaktion verantwortlich. Die FPÖ besteht auf eine lückenlose Aufklärung des Verkaufs und der anschließenden Weiterveräußerung. Die Partei will klären lassen, ob die Stadt bei der Transaktion benachteiligt wurde und welche Rolle die Verantwortlichen dabei spielten.
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