Flughafen Friedrichshafen vor ungewisser Zukunft nach Führungswechsel und Förderstopp
Ida SchmitzFlughafen Friedrichshafen vor ungewisser Zukunft nach Führungswechsel und Förderstopp
Flughafen Friedrichshafen steht vor einem Wandel: Geschäftsführer geht, Fördergelder enden
Der Flughafen Friedrichshafen durchlebt eine Phase des Umbruchs: Mit dem Rücktritt seines Geschäftsführers und dem Auslaufen finanzieller Unterstützung steht die Einrichtung vor neuen Herausforderungen. Zwar verzeichnet der Flughafen ein moderates Wachstum bei den Passagierzahlen, die geplanten Ziele werden jedoch verfehlt. Neue Strecken und die Rückkehr einer Airline stimmen zwar optimistisch, doch künftige Investitionen hängen nun von einer deutlichen Leistungssteigerung ab.
Führungswechsel in turbulenter Zeit Detlef Schäfer-Carroll, Geschäftsführer des Flughafens Friedrichshafen, wird sein Amt im Juni verlassen. Der Abschied erfolgt aus persönlichen Gründen – nur wenige Wochen, bevor er die alleinige Führung nach dem Ruhestand von Claus-Dieter Wehr im Mai hätte übernehmen sollen. Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits.
Neue Verbindungen, aber noch Luft nach oben Zu Beginn des Jahres 2025 nahm der Flughafen drei neue Inlandsverbindungen auf: Friedrichshafen ist nun mit Düsseldorf, Hamburg und Berlin verbunden. Zudem kehrte Ryanair im April zurück und bot wieder Flüge nach Mallorca und Alicante an. Diese Erweiterungen trugen zu einem Anstieg der Passagierzahlen bei – über 250.000 wurden 2025 gezählt, ein Plus gegenüber 2024, doch das Ziel von 295.000 wurde verfehlt.
Ziele bis 2030: Wachstum ohne Subventionen Langfristig strebt der Flughafen bis 2030 eine Passagierzahl zwischen 300.000 und 350.000 an. Doch künftig wird es keine weiteren Betriebszuschüsse mehr geben – Investitionen sind nun an klare Wachstumszeichen geknüpft. Ohne detaillierte Daten zu den Auswirkungen der neuen Strecken bleibt der Weg dorthin jedoch ungewiss.
Herausforderungen meistern: Führung, Finanzen, Zukunft Der Flughafen Friedrichshafen muss nun gleich zwei Hürden nehmen: den Führungswechsel und strengere finanzielle Rahmenbedingungen. Die Rückkehr von Ryanair und die neuen Inlandsflüge haben zwar für mehr Passagiere gesorgt, doch das Wachstum bleibt hinter den Erwartungen zurück. Um die langfristigen Ziele zu erreichen, sind eine stärkere Performance und möglicherweise neue Airline-Partnerschaften nötig.






