Feuriger Abschied: Warum Kölns Nubbel und Düsseldorfs Hoppeditz brennen müssen
Lotta BrandtNubbelverbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Feuriger Abschied: Warum Kölns Nubbel und Düsseldorfs Hoppeditz brennen müssen
Faschingsende am Rhein: Ein feuriger Abschied von der Narrenzeit
Im rheinischen Karneval wird das Ende der Ausgelassenheit mit einer flammenden Tradition begangen. In Köln verbrennt am Dienstagabend der Nubbel, eine Strohpuppe, die symbolisch für das Ende der Feierlichkeiten steht. Nur wenige Kilometer entfernt, in Düsseldorf, ereilt den Hoppeditz ein ähnliches Schicksal – doch mit ganz eigenen Bräuchen.
Der Nubbel ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Kölner Karnevals. Die Strohfigur verkörpert die Sünden und Ausschweifungen der Festtage. Wenn sie in Flammen aufgeht, glauben die Kölner, dass damit auch ihre Verfehlungen verrauchen – und der Weg in die Fastenzeit frei wird. Die Wurzeln des Rituals reichen bis in vorchristliche Zeiten zurück, als die Rheingemeinden Feuer zur Reinigung nutzten. Im 19. Jahrhundert wurde der Nubbel dann zum unverzichtbaren Element des Kölner Karnevals.
In Düsseldorf steht dagegen der Hoppeditz im Mittelpunkt. Seine Verbrennung findet erst am Aschermittwoch statt, doch zuvor wird er in einem feierlichen Trauerzug durch die Stadt begleitet. Anders als der Nubbel endet die Geschichte des Hoppeditz hier nicht: Symbolisch "ersteht" er am 11. November wieder – wenn die Vorbereitungen für den nächsten Karneval beginnen.
Beide Bräuche verfolgen dasselbe Ziel: einen Schlussstrich unter das Treiben zu ziehen. Die Flammen des Nubbels in Köln und der feurige Abschied des Hoppeditz in Düsseldorf markieren denselben Übergang – von der Ausgelassenheit zur Besinnung.
Die beiden Städte pflegen ihre Traditionen zwar unterschiedlich, aber gleichermaßen eindrucksvoll. Während der Kölner Nubbel bereits am Dienstag brennt, wartet Düsseldorfs Hoppeditz bis Aschermittwoch. Jahr für Jahr erinnern die Rituale die Menschen daran, dass die Freuden des Karnevals der stillen Zeit der Fasten weichen müssen.






