05 June 2026, 15:16

FDP vor historischem Tief: Kubicki soll Partei ohne Bundestagsmandate führen

FDP startet Bundesparteitag mit Vorstandswahlen in Berlin

FDP vor historischem Tief: Kubicki soll Partei ohne Bundestagsmandate führen

Die Freien Demokraten (FDP) trafen sich am Samstag in Berlin zu ihrem Bundesparteitag. Die Versammlung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Partei die schwerste Krise ihrer Geschichte durchlebt – ohne Sitze im Bundestag und mit schwindender Unterstützung bei Landtagswahlen. Wolfgang Kubicki soll nun ohne Gegenkandidaten den Bundesvorsitz übernehmen.

Die Probleme der FDP verschärften sich Anfang 2023, als sie bei der Bundestagswahl im Februar an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte und damit alle Mandate im Bundestag verlor. Nur einen Monat später flog die Partei auch aus den Landtagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Henning Höne, zunächst Bewerber um den Parteivorsitz, zog seine Kandidatur zurück und wird stattdessen für den stellvertretenden Vorsitz kandidieren. Damit bleibt Kubicki, ehemaliger Bundestagsvizpräsident, als einziger Anwärter auf den Vorsitz übrig. Seine Wahl gilt mittlerweile als Formsache.

Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, dass zwei Drittel der Befragten bezweifeln, dass die FDP bei der nächsten Wahl wieder in den Bundestag einzieht. Der Niedergang der Partei wirft Fragen nach ihrer künftigen Ausrichtung unter neuer Führung auf.

Kubickis bevorstehende Wahl markiert einen Wendepunkt für die angeschlagene FDP. Die Partei muss nun ihre sinkrigen Umfragewerte angehen und nach einer Serie von Wahlniederlagen wieder Unterstützung aufbauen. Seine Amtszeit beginnt in einer Phase weitverbreiteter Skepsis über die Erholungschancen der Liberalen.

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