25 June 2026, 02:08

FDP-Streit eskaliert: Leutheusser-Schnarrenberger attackiert Hagen wegen Junge Freiheit-Interviews

Ex-FDP-Justizministerin bezeichnet JF als 'No-go-Zone'

FDP-Streit eskaliert: Leutheusser-Schnarrenberger attackiert Hagen wegen Junge Freiheit-Interviews

Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat den FDP-Generalsekretär Martin Hagen scharf dafür kritisiert, dass er der rechtsextremen Publikation Junge Freiheit ein Interview gegeben hat. Sie argumentierte, dass der Austausch mit dem Medium die Gefahr berge, die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) zu normalisieren.

Hagen verteidigte seine Entscheidung und beharrte darauf, dass die Junge Freiheit weder unseriös noch verfassungsfeindlich sei. Gleichzeitig schloss er jede Zusammenarbeit mit der AfD aus und betonte, eine von ethnonationalistischen und antiwestlichen Ideologen dominierte Partei könne niemals ein Partner für die FDP sein.

Die Kontroverse hat bereits konkrete Folgen: Die Philosophin und ehemalige Staatssekretärin Sabine Döring sagte aus Protest ihre Teilnahme an einer Podiumsdiskussion der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung ab. Hagen äußerte später die Sorge, die Gesellschaft habe die Fähigkeit zu sachlicher Debatte verloren. Der Rückgang einer argumentativen Auseinandersetzung gefährde die Demokratie, warnte er.

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Der Streit spiegelt die Spannungen innerhalb der deutschen Politik wider, wenn es um den Umgang mit rechtsextremen Medien geht. Während Hagen an seiner Haltung festhält, wächst die Kritik – sowohl aus den eigenen Reihen als auch von außen. Die Folgen reichen von abgesagten Veranstaltungen bis hin zu einer verstärkten Prüfung der FDP-Position in solchen Fragen.

Quelle