24 March 2026, 20:09

FDP scheitert an Fünf-Prozent-Hürde – Machtverschiebung in zwei Bundesländern

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa und Text.

FDP scheitert an Fünf-Prozent-Hürde – Machtverschiebung in zwei Bundesländern

Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat bei zwei entscheidenden Landtagswahlen in Deutschland schwere Verluste erlitten. Sowohl in Rheinland-Pfalz als auch in Baden-Württemberg verfehlte die Partei die Fünf-Prozent-Hürde, die für den Einzug in die Parlamente notwendig ist. Die Ergebnisse verändern die Koalitionslandschaft deutlich – mit deutlichen Machtverschiebungen zugunsten von CDU, Grünen und AfD.

Die Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner hat sich nun an enttäuschte FDP-Wähler gewandt und sie aufgefordert, sich hinter liberaldemokratische Werte zu stellen.

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In Rheinland-Pfalz brach die Unterstützung für die FDP bei der Wahl am 22. März 2026 von zuvor 5,5 Prozent auf nur noch 2,1 Prozent ein. Da die Partei damit an der Fünf-Prozent-Marke scheiterte, verliert sie ihre Sitze im Landtag – und die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP ist damit Geschichte. Die CDU ging mit 31 Prozent als stärkste Kraft hervor und bildet nun eine große Koalition mit der SPD (25,9 Prozent). Gleichzeitig legte die AfD kräftig zu und erreichte 19,5 Prozent.

In Baden-Württemberg verpasste die FDP ebenfalls den Wiedereinzug und kam nur noch auf 4,4 Prozent. Die Grünen blieben mit 30,2 Prozent stärkste Partei, während die CDU auf 25 bis 30 Prozent kam. Die AfD verdoppelte ihr Ergebnis fast und liegt nun bei 18 bis 20 Prozent, die SPD stürzte dagegen auf 5,5 Prozent ab. Beide Landtage bestehen nun aus vier Fraktionen: CDU, Grünen, SPD und AfD.

Die Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner räumte den Niedergang der FDP ein und betonte, der Liberalismus scheine in diesen Regionen geschwächt. Gleichzeitig unterstrich sie die Notwendigkeit starker Verteidiger der liberalen Demokratie und lud ehemalige FDP-Wähler zum Mitmachen ein. Bereits früher hatte der ehemalige Grünen-Chef Cem Özdemir ähnliche Appelle an Ex-FDP-Anhänger gerichtet.

Mit dem Ausscheiden der FDP aus beiden Landesparlamenten fehlt in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg eine klassisch liberale Stimme. Nun dominieren CDU und Grüne die Koalitionsgespräche, während der Aufstieg der AfD den Druck auf die etablierten Parteien erhöht. Brantners Aufruf an ehemalige FDP-Wähler deutet auf den Versuch hin, die Unterstützung für demokratische Kräfte der Mitte zu festigen.

Quelle