FDP Bremen lehnt Bebauung der Galopprennbahn ab – fordert grüne Freifläche statt Beton
Paul MüllerFDP Bremen lehnt Bebauung der Galopprennbahn ab – fordert grüne Freifläche statt Beton
Die Bremer FDP hat sich gegen Pläne zur Bebauung der ehemaligen Galopprennbahn im Osten der Stadt ausgesprochen. Stattdessen solle das Gelände nach Forderung der Partei als grüne Freifläche für die Anwohner erhalten bleiben. Ihre Haltung stützt sich auf ein Referendum aus dem Jahr 2019, in dem sich die Bürger gegen Wohnungsbau auf dem Areal aussprachen.
Ole Humpich, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft, kritisierte den Senat wegen einer "widersprüchlichen Vorgehensweise". Die Klimafolgenanpassung und die Ziele des Hitzeschutzes, die die Regierung selbst vorantreibe, stünden im direkten Widerspruch zu den Bebauungsplänen, so Humpich. Die aktuelle Vernachlässigung des Geländes als Begründung für eine Bebauung bezeichnete er als "kein stichhaltiges Argument".
Die Position der FDP beruht auf der Volksabstimmung von 2019, bei der sich die Bremer gegen Wohnprojekte auf dem Rennbahngelände aussprachen. Statt neuer Bauten schlägt die Partei vor, die 30 Hektar große Fläche in ein Erholungs-, Sport- und Kulturzentrum umzuwandeln. Bremen brauche weniger Beton und mehr grüne, gemeinwohlorientierte Räume, betont die FDP.
Ihrer Vision nach soll das Gelände zu einem lebendigen Ort für Sport, Freizeit und Kultur werden. Die Bebauungspläne des Senats ignorierten sowohl die öffentliche Meinung als auch ökologische Prioritäten, so die Partei. Die Debatte über die Zukunft des Areals bleibt damit vorerst ungelöst.






