07 June 2026, 09:01

Fast jeder Zehnte glaubt, Deepfakes schon selbst erlebt zu haben – doch nur wenige erkennen sie

91 Prozent der Deutschen stoßen auf Falschmeldungen – und fordern harte Strafen

Fast jeder Zehnte glaubt, Deepfakes schon selbst erlebt zu haben – doch nur wenige erkennen sie

Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie verbreitet Falschinformationen und KI-generierte Inhalte im Alltag der Deutschen sind. Fast jeder Zehnte ist sich sicher, bereits mit Deepfakes in Kontakt gekommen zu sein – doch nur wenige trauen sich zu, diese zuverlässig zu erkennen.

Die Ergebnisse deuten auf eine wachsende Skepsis gegenüber digitalen Inhalten hin, während gleichzeitig die Forderung nach strengeren Konsequenzen für die Verbreitung von Desinformation steigt. Laut der Erhebung vermuten 41 Prozent der Deutschen, bereits mit Deepfakes konfrontiert worden zu sein. 20 Prozent geben sogar an, sich sicher zu sein, KI-generierte Inhalte gesehen zu haben. Besonders häufig tauchen solche Manipulationen in Videos auf, die nach wie vor das dominierende Format für Deepfakes darstellen.

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Doch nicht nur Deepfakes bereiten Sorgen: 91 Prozent der Befragten sind bereits auf gezielt verbreitete Falschinformationen gestoßen. Besonders präsente Themen sind dabei falsche Behauptungen zur US-Politik, die 74 Prozent der Deutschen erreicht haben. Zudem stoßen 41 Prozent regelmäßig auf Inhalte im Internet, deren Richtigkeit sie nicht überprüfen können.

Die Unsicherheit im Umgang mit solchen Inhalten ist groß: Nur 34 Prozent der Deutschen fühlen sich in der Lage, Deepfakes zuverlässig zu erkennen. Gleichzeitig zeigt sich eine klare Haltung zu den Verantwortlichen: 84 Prozent befürworten Sanktionen gegen die Ersteller von Desinformation, und 87 Prozent fordern rechtliche Strafen für Personen, die solche Inhalte bewusst weitergeben.

Fast alle Befragten (neun von zehn) berichten zudem, bereits auf falsche oder irreführende Informationen im Netz gestoßen zu sein – ein Zeichen dafür, wie tief das Problem in den digitalen Alltag eingedrungen ist. Die Umfrage unterstreicht die wachsende Herausforderung, vertrauenswürdige von manipulierten Inhalten zu unterscheiden. Gleichzeitig wird deutlich, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung klare rechtliche Konsequenzen für die Verbreitung von Falschinformationen fordert.

Angesichts der weit verbreiteten Unsicherheit bei der Erkennung von Deepfakes und Desinformation könnte der Druck auf Politik und Plattformen steigen, wirksamere Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

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