06 May 2026, 16:09

Familienunternehmen attackieren Bundesregierung: "Wir fühlen uns im Stich gelassen"

Plakat mit der Aufschrift 'Kinderaarbeit ist eine nationale Bedrohung - Sollen wir die Industrie das Land fesseln lassen' in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielfältige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam gegen Kinderaarbeit eintreten.

Familienunternehmen attackieren Bundesregierung: "Wir fühlen uns im Stich gelassen"

Stiftung Familienunternehmen kritisiert Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition scharf

Die Stiftung für Familienunternehmen und Politik hat die Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition hart angegriffen. Rainer Kirchdörfer, Vorstandsmitglied der Stiftung, warnte, die deutsche Wirtschaft schwächele zunehmend – und gefährde damit den Status des Landes als führende Exportnation. Seine Äußerungen spiegeln die wachsende Verärgerung in der Wirtschaftselite wider, deren Erwartungen an die Koalition enttäuscht wurden.

Die Stiftung vertritt über 600 mittelständische und große Familienunternehmen. Viele von ihnen hatten große Hoffnungen in die Regierung gesetzt, fühlen sich nun aber im Stich gelassen. Kirchdörfer betonte, dass Deutschlands Zukunft von zwei zentralen Säulen abhängt: den Familienbetrieben und dem Nachwuchs.

Sein Fazit zur aktuellen Lage fiel düster aus: Unternehmen wollten zwar im Inland investieren, sähen sich aber mit so vielen Hindernissen konfrontiert, dass sie zunehmend gezwungen seien, im Ausland nach Gewinnen zu suchen. Zudem verwies Kirchdörfer auf externe Belastungen: Während die USA die globale Handelssicherheit untergraben, stecke Europa in bürokratischen Hemmnissen fest.

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In der Innenpolitik zeigte er sich wenig optimistisch. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass die Regierung die Ausgaben reduziere oder die Bürokratie abbaue. Angesichts der schwächelnden Konjunktur machte er deutlich: Für die Verantwortlichen in der Politik sei Scheitern keine Option mehr. Vernünftige Politik, so Kirchdörfer, sei sowohl für die nächste Generation als auch für die langfristige wirtschaftliche Stabilität unverzichtbar.

Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Familienunternehmen dringende Reformen fordern, um Deutschlands wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Ohne bessere Rahmenbedingungen im Inland könnten noch mehr Betriebe ihre Investitionen ins Ausland verlagern. Kirchdörfers Warnungen unterstreichen den Handlungsdruck auf die Politik, bevor weitere Schäden entstehen.

Quelle