09 June 2026, 16:33

Europas Justizelite diskutiert in Reims über Rechtsstaatlichkeit und digitale Zukunft

Europas Berufungsgerichte fordern moderne und bürgernahe Justiz bis 2030

Europas Justizelite diskutiert in Reims über Rechtsstaatlichkeit und digitale Zukunft

Vom 7. bis 8. Juni 2026 traf sich die europäische Justizelite in Reims zur 9. Konferenz der Präsidenten der Berufungsgerichte der Europäischen Union. Das Berufungsgericht der französischen Stadt war Gastgeber der hochrangigen Veranstaltung, bei der zentrale Fragen der Rechtsstaatlichkeit und der Zukunft der Justiz diskutiert wurden.

An der Tagung nahm auch Anke van Hove teil, die Präsidentin des Oberlandesgerichts Oldenburg. Sie gehörte zu den Vertretern aus zahlreichen EU-Mitgliedstaaten, die sich über aktuelle Herausforderungen der Rechtsprechung austauschten. Ein zentrales Thema der Konferenz war die Frage, wie die Präsidenten der Berufungsgerichte die Rechtsstaatlichkeit in Europa nachhaltig stärken können. Die Teilnehmer betonten, dass der direkte Austausch zwischen den europäischen Gerichten unverzichtbar sei – sowohl für das gegenseitige Lernen als auch für eine engere Zusammenarbeit.

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Auf der Agenda standen unter anderem die Vermögensabschöpfung in Strafverfahren sowie die zunehmende Rolle künstlicher Intelligenz in der Rechtsprechung. Diese Debatten sollen künftig die Rechtspolitik in Europa maßgeblich prägen. Daneben wurde diskutiert, wie das öffentliche Vertrauen in die Justiz gestärkt werden kann, insbesondere durch mehr Transparenz und Effizienz.

Ein weiteres zentrales Anliegen war die Förderung einer unabhängigen, effizienten und bürgerorientierten Justiz. Die Konferenz endete mit dem klaren Bekenntnis, eine zukunftsorientierte Rechtsprechung voranzutreiben, die Fairness, Modernisierung und digitale Innovation in den Mittelpunkt stellt. Mit dem Abschluss der Konferenz am 8. Juni 2026 unterstrichen die Teilnehmer ihre Entschlossenheit, die Justiz in Europa weiterzuentwickeln. Die beschlossenen Maßnahmen zielen darauf ab, die Gerichte fit für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu machen – von der Digitalisierung bis hin zur Sicherung grundlegender rechtsstaatlicher Prinzipien.

Die Ergebnisse der Debatten sollen nun in konkrete Schritte münden, um die Rechtsprechung in der EU langfristig zu stärken und an die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger anzupassen.

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